Jüchen : Werbering will aktiver werden

Der neu gewählte Vorstand will den Werbering Jüchen stärken – trotz schwindender Geschäfte. Gelingen soll dies mit einem neuen Logo, einem neuen Slogan und einem Sommerfest am 3. Juli, das mit Vereinen organisiert wird.

Der Werbering Jüchen hat einen neuen Vorstand gewählt: Vorsitzender bleibt Michael Ermer, als neuer Stellvertreter wurde Manfred Rüttgers gewählt. Pressearbeit und Marktorganisation hat Werner Hüsselmann als neue Aufgabe übernommen. Auf das Vorstandsteam warten einige Herausforderungen: die Mitgliederzahl ist auf 21 gesunken, ein neuer Slogan und ein neues Logo sollen gefunden werden. Die größte Herausforderung aber verspricht das erste Sommerfest zu werden – sie beginnt bereits bei der Terminplanung.

Im Werbering hat sich nach dem Rückzug von Hans-Hubert Nolden als Vorsitzender ein Generationenwechsel vollzogen. Sein Nachfolger Michael Ermer sieht die Händlervereinigung vor schwierigen Zeiten: "Wir haben noch 21 Mitglieder. Gleichzeitig haben immer mehr Geschäfte auf der Odenkirchener Straße geschlossen – und die Nachfolger sind nicht immer an einer Mitgliedschaft im Werbering interessiert. Auch Handwerker können wir nicht erreichen." Trotzdem will der Werbering weiterhin interessante Aktionen bieten, die Kaufkraft in der Gemeinde halten und neue Kunden gewinnen.

Zur Vorbereitung auf das Sommerfest sollen ein moderner Slogan und auch ein Logo entworfen werden. Einer der ersten Vorschläge: "Wir in Jüchen". Doch bereits bei der Terminfindung gab es für die Händler Schwierigkeiten. "Wir haben ein Datum gesucht, an dem es möglichst wenig Überschneidungen gibt", erläutert Michael Ermer. Sein Vorschlag: 3. Juli – "auch wenn an diesem Tag die Dorfgemeinschaft Priesterath-Stolzenberg feiert". Entscheidend für die Terminwahl sei der zeitgleich stattfindende Niederrheinische Radwandertag gewesen: "Für einen verkaufsoffenen Sonntag von 12 bis 17 Uhr interessant", meinte Ermer – ein Vorschlag, dem die Mitgliederversammlung folgte.

Um das erste Sommerfest attraktiv zu gestalten, sollen sich Vereine und Institutionen beteiligen. Die Bürgerstiftung, der TV Jüchen und der VfL Viktoria-Garzweiler wollen ihre Aktionen noch planen. Auch die Bürgerschützen wollte Michael Ermer, selbst aktiver Schütze, gewinnen. Allerdings zeigte sich Präsident Hans-Hubert Krall unzufrieden mit dem Termin: "Wir feiern am 16. Juli unser Familienfest. Die Menschen könnend das Geld nur einmal ausgeben." Trotzdem wollen die Schützen überlegen, wie sie beim Sommerfest aktiv werden.

Der neue Werberingvorsitzende appellierte an die Einigkeit: "Vom Sommerfest können alle profitieren, die neue Mitglieder suchen – auch Schützen und Sportler."

(NGZ)
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