Korschenbroich : Pesch plant 750-Jahr-Feier

Der Korschenbroicher Ortsteil Pesch wird 750 Jahre alt. Das Jubiläum wird vom 12. bis 14. Juli 2013 gefeiert. Einen Festausschuss und Arbeitsgruppen gibt es schon. Allerdings stocken derzeit die Vorbereitungen. Was fehlt – ist Geld.

Der Korschenbroicher Ortsteil Pesch wird 750 Jahre alt. Das Jubiläum wird vom 12. bis 14. Juli 2013 gefeiert. Einen Festausschuss und Arbeitsgruppen gibt es schon. Allerdings stocken derzeit die Vorbereitungen. Was fehlt — ist Geld.

Das Jubiläum soll groß gefeiert werden. Für drei Tage will sich der Ortsteil Pesch in ein Festkleid hüllen und die 750-Jahr-Feier für alle Beteiligten und Besucher zu einem unvergesslichen Ereignis werden lassen. Die Liste der Ideen, Programmvorschläge und Wünsche ist lang. "Wir sind auf einem guten Weg", versichert Monika Knispel (54) auf Anfrage.

Allerdings kann die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft nicht verhehlen, dass die Vorbereitungen in den Sommermonaten ins Stocken geraten sind. "Solange der Finanzierungsplan nicht steht, können wir auch nur bedingt Aufgaben verteilen." Sie hofft, dass bis zum Jahresende alle Sponsorenzusagen vorliegen.

So lange will ihr Stellvertreter Johannes Deuss (73) aber nicht warten. "Wir treffen uns zum Monatsende", erklärt Deuss. Damit meint er nicht nur den Vorstand der Dorfgemeinschaft, sondern auch die gegründeten Arbeitsgruppen. "Dann werden deutliche Worte fällig."

Deuss, der als Gastwirt und auch als Ehrenamtler mit der Organisation von Großveranstaltungen vertraut ist, will in der Runde Dampf machen: "Wir lassen uns gerade zum Bummeln verleiten, weil wir noch zwei Jahre Zeit haben. Aber die Zeit läuft uns davon."

Dass zunächst das Feld der Geldgeber abgesteckt werden muss, da sind sich Monika Knispel und Johannes Deuss einig. "Erste Gespräche mit der Sparkasse haben wir geführt", so die 54-Jährige, die bei der Sponsorensuche vom Finanzausschuss — allen voran von Kassierer Joseph Kamp — unterstützt wird.

"Wir reden hier über gut 20 000 Euro", steckt Deuss den vorläufigen Kostenrahmen ab. "Verträge können schließlich erst geschlossen werden, wenn die Kasse stimmt." Das gilt für die Musik ebenso wie für den Kutschen-Korso und den mittelalterlichen Markt.

Deuss träumt von einem historischen Festumzug. Den Aufschlag zum Festreigen soll ein Festkommers am Freitag machen. "Dafür wird ein Zelt auf dem Kirmesplatz aufgebaut", erklärt Deuss. Während der Samstag noch nicht verplant ist, soll der Sonntag mit einer Messe — vielleicht in Mundart — im Festzelt eröffnet werden. Für den Nachmittag wünscht sich der rührige Gastwirt einen historischen Festzug durch das Jubiläumsdorf. Der Pferdeliebhaber denkt dabei auch an einen Kutschen-Korso.

Die Vorbereitungen für das Festbuch laufen hingegen auf Hochtouren. Winfried Seppelt hat bereits Fotos und Schriftstücke zusammengetragen und gesichtet. Und auch die Idee von Hannelore Thomas (52) — ein Kochbuch mit alten Rezepten — zum Jubiläum auf den Markt zubringen, findet viele Mitstreiter. Knispel: "Die Resonanz ist enorm, das Buch wird ein Erfolg."

(NGZ)