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Jüchen: Paul Young enttäuscht seine Fans in Jüchen

Jüchen : Paul Young enttäuscht seine Fans in Jüchen

Das "Redhot" in Jüchen war am Samstagabend gut besucht – zumindest zu Beginn des Konzertes von Paul Young, Musik-Ikone der 80er Jahre. Als das Konzert vorbei war, hatten viele enttäuschte Besucher das "Redhot" schon verlassen.

Das "Redhot" in Jüchen war am Samstagabend gut besucht — zumindest zu Beginn des Konzertes von Paul Young, Musik-Ikone der 80er Jahre. Als das Konzert vorbei war, hatten viele enttäuschte Besucher das "Redhot" schon verlassen.

Zurück auf Anfang. Die Atmosphäre im Raum ist gut, als das Publikum von Born Craine aus Belgien und dem Australier Jaimi Faulkner musikalisch eingestimmt wird auf Paul Young. Der betritt mit einer fünfköpfigen Band die Bühne, spielt als erstes Lied "Love Will Tear Us Apart", einen Titel aus dem Jahr 1983, mit dem Young besonders in Großbritannien großen Erfolg hatte. Heute, fast 30 Jahre später, enttäuscht Young damit seine Fans. Zu Youngs Verteidigung: Sänger und Band kämpfen zu Beginn noch mit Tonproblemen, die rasch behoben werden können. Und der Sänger schafft es auch noch, das Publikum mit seiner lockeren Art und kleinen Späßen für sich einzunehmen. Beim dritten Lied dreht er gar ein wenig auf und singt mit rauchiger Stimme eine rockige Version von "Where I lay my hat"; einer seiner ersten großen Erfolge.

Danach wird es ruhig. Es folgen akustische und neuere Stücken, bei denen die Band sich im Halbkreis auf Stühle setzt — und das Publikum beginnt, unruhig zu werden. An Youngs Unplugged-Musik scheiden sich die Geister: Während manche begeistert sind, verlassen andere schon das Konzert. "Es ist schade, weil Paul Young eigentlich ein großer Künstler ist und eine tolle Stimme hat", sagt Besucherin Sandra Schwarz.

Sie verlässt das "Redhot", als Young etwa eine Stunde gespielt hat. "Ich habe Paul Young von Anfang an gehört und besitze auch eine CD von ihm. Aber heute kommt er stimmlich nicht mehr an sein früheres Niveau heran. Er konnte die Töne nicht mehr halten, und hohe Töne konnte er gar nicht mehr singen." Auch andere sind der Ansicht, dass der 55-Jährige dieser Tage nur noch leidlich singen kann, und haben teilweise sogar Schwierigkeiten zu verstehen, was er singt oder um welches Lied es sich eigentlich handelt.

Nach dem Konzert war auch der Veranstalter bestürzt — er hatte sich mehr von diesem bekannten Künstler erhofft. Im Jüchener "Redhot" geht es am kommenden Mittwoch mit Comedy von "Springmaus" und am Samstag mit "Just Pink", einem Teil der "Tribute"-Reihe, die momentan läuft, weiter. Paul Young wird seine Deutschland-Tour in Stuttgart fortsetzen und am Mittwoch in München beenden.

(NGZ)