Ringen : KSK-Ringer wirken überfordert

Ringer-Bundesligist KSK Konkordia Neuss wartet weiter auf den zweiten Saisonsieg und rutscht nach dem 15:21 beim ASV Nendingen, der fünften Niederlage in Folge, immer tiefer in den Abstiegsstrudel der Gruppe West.

Zwar traten die Neusser ersatzgeschwächt die Reise an die Donau an — kurzfristig fiel auch noch Serdar Böke aus, der vom türkischen Verband keine Freigabe erhielt — doch nach der erneuten Schlappe, bei der nur Gorgi Makishvili, der eine Gewichtsklasse nach oben gerückte Samet Dülger, Ilyas Özdemir und Yusuf Köse Siege für die Gäste holten, ist selbst KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg geneigt, einzugestehen: "Einige unserer Ringer sind überfordert." Namen nennt er keine, doch um die herauszufinden, bedarf es nur eines Blicks in die Statistik.

55 Kilogramm Mimoun Touba, vor Saisonbeginn von Trainer Ayhan Aytemiz in höchsten Tönen gelobt, hat erst einen Kampf gewonnen, den zum Auftakt gegen den Adelhausener Florin Matei. Der verlor auch seinen zweiten Saisonkampf und wurde seither vom Tabellenletzten nicht mehr eingesetzt. Touba, offensichtlich vom Gewichtmachen für die leichteste Klasse geschwächt, gewann fortan keine Runde mehr. Seine Bilanz: ein Sieg, fünf Niederlagen, 3:18 Punkte.

60 Kilogramm Der in zahllosen Mattenschlachten erprobte Sergiy Skrypka ist in die Jahre gekommen. Zwar nimmt Kahlenberg den mittlerweile 35-Jährigen in Schutz — "er hatte bislang ausnahmslos Hochkaräter als Gegner" — doch die Bilanz des zweifachen EM-Teilnehmers spricht Bände: kein Sieg, sechs Niederlagen und 3:18 Punkte.

66 Kilogramm gr.röm. Stil Sein Sieg über den Mainzer Wladimir Behrenhardt war wohl eine Eintagsfliege, denn ansonsten hat Ismail Baygus nur Schlappen kassiert. Seine Bilanz: ein Sieg, fünf Niederlagen, 4:14 Punkte.

120 Kilogramm Die Neuerwerbung ist ein Fehleinkauf: Der Bulgare Georgi Zlatanski hat von seinen fünf Einsätzen für den KSK noch keinen gewonnen. Die Bilanz des Superschwergewichtlers: fünf Niederlagen und 2:13 Punkte.

Das Quartett zeichnet zusammen für 63 der insgesamt 121 Neusser Minuspunkte verantwortlich. "Jetzt müssen sich unsere Trainer etwas einfallen lassen", sagt Kahlenberg. Schließlich ist die Gefahr groß, dass der KSK die Hinrunde mit nur einem Sieg abschließt — dem aus dem ersten Kampf gegen den noch sieglosen TuS Adelhausen.

(NGZ)