Jüchen : Erste Firma im neuen Gewerbegebiet

Im Gewerbegebiet Robert-Bosch-Straße starten noch in diesem Jahr die Bauarbeiten für die erste Firma, die City-Glaserei aus Grevenbroich. Bis Februar 2012 soll das Gebäude stehen. Anfang 2012 soll mit dem Bau des fünften Kreisverkehrs im Jüchener Zentrum begonnen werden.

Bei der Gewerbeimmobilienmesse "Expo real" hatte Bürgermeister Harald Zillikens für eine "Motorradmeile" im freien Gewerbegebiet Robert-Bosch-Straße geworben. Dazu passen die beiden Inhaber der ersten Firma, die dort noch in diesem Jahr bauen wird, zumindest von der Interessenlage: "Wir sind begeisterte Motorradfahrer, auch viele unserer elf Mitarbeiter", sagen Günter (52) und Marc (24) Hauswald. Beide sind Glasermeister und werden an der neuen Adresse "gerne Spiegel mit Motorrädern produzieren". Zusätzlich zum Kerngeschäft: das sind Glaserei und Schlüsseldienst rund um die Uhr. Das Unternehmen wird auch den Verkehr an der Neusser Straße verändern: "Mit ,Straßen NRW' haben wir uns für einen Kreisverkehr an der Neusser Straße entscheiden", sagte Bürgermeister Harald Zillikens gestern bei einer Pressekonferenz.

Für den Logistikpark Kleine/3M an der Neusser Straße entsteht gerade ein dreiarmiger Kreisverkehr – erst wenn dieser fertig ist, kann mit dem Bau des neuen Kreisels zum Gewerbegebiet Robert-Bosch-Straße begonnen werden. Was dieser fünfte Kreisverkehr im Jüchener Zentrum kosten soll, dazu wollte sich der Verwaltungs-Chef gestern nicht äußern, aber: "Ein Kreisverkehr ist günstiger als eine Ampelanlage, für die die Gemeinde pro Jahr Wartungskosten zahlt." Zudem sei ein Kreisel unter den Aspekten der Verkehrssicherheit und Immissionen sinnvoller: "Mit diesem Kreisel können wir auch die Zufahrt in das gegenüberliegende Gewerbegebiet Neusser Straße für Lastwagen besser gestalten. Gerade sie haben bei der jetzigen Verkehrsführung oft Schwierigkeiten", so Zillikens. Noch existieren erst Vorüberlegungen für den Kreisel, Anfang 2012 soll die Planung begonnen werden. Eine Fertigstellung schätzt der Bürgermeister auf Sommer 2012.

Bis dahin wird sich das "City-Glaserei"-Team in der Landgemeinde heimisch fühlen. Geplant ist, im Februar 2012 die Tausend-Quadratmeter-Halle zu beziehen. Für den Standort Jüchen habe man sich zufällig entschieden. "Wir suchen bereits seit acht Jahren eine größere Fläche. Dann haben wir das Schild entdeckt und wurden nach 18 Wochen rasch mit der Gemeinde einig", so Günter Hauswald. Der Vorteil am neuen Standort: "Wir können auch große Schaufensterscheiben mit bis zu sechs Meter Länge lagern." Grevenbroich bleibe weiterhin Firmenadresse: Von dort aus wird die drei Kräfte starke Verwaltung der Glaserei arbeiten.

(NGZ)