Die Wahl in Korschenbroich und Jüchen: Heveling überzeugt mit 49,09 Prozent

Die Wahl in Korschenbroich und Jüchen: Heveling überzeugt mit 49,09 Prozent

Die CDU räumt im Rhein-Kreis Neuss ab: Neben Hermann Gröhe setzt sich Ansgar Heveling ganz klar durch. Der Korschenbroicher darf sich über das beste Ergebnis freuen, das im Wahlkreis 110 bislang erzielt werden konnte.

Während des Tages reagierte Ansgar Heveling beim Thema Bundestagswahl eher verhalten. Er bummelte nach seiner Stimmabgabe um 12 Uhr in der Alten Schule mit Ehefrau Claudia und Sohn Adrian über das Herbstfest. Er ließ sich ablenken, doch die Anspannung war ihm anzumerken. Selbst am frühen Abend gab er sich noch zurückhaltend, bis mit dem vorläufigen Endergebnis für den Wahlbezirk 110 — zu dem neben Korschenbroich und Jüchen auch die Städte Kaarst, Meerbusch und Krefeld-Süd gehören — konkrete Zahlen vorlagen. "Ich bin sprachlos begeistert", kommentierte Heveling sein Abschneiden in seinem Wahlkreis. Er überzeugte in Korschenbroich mit 56,12 und in Jüchen mit 55,8 Prozent. Bei seiner Premiere vor vier Jahren sprachen sich bereits 42,3 Prozent für ihn aus.

Rund 120 Parteianhänger waren zur CDU-Wahlparty auf den Hoeren-Hof nach Raderbroich gekommen. Sie alle wollten wissen, wie ihre Partei und ihr Bundestagskandidat abgeschnitten hat. Sie mussten lange auf den Freudenausbruch von Heveling warten. Doch als das vorläufige Endergebnis von 49,09 Prozent für den WK 110 bekannt wurde, konnte er das Strahlen nicht mehr lassen: "Es ist das beste Erststimmenergebnis, das im Wahlkreis 110 bislang erzielt werden konnte. Mit dieser Deutlichkeit hatte ich nicht gerechnet. Es hat meine Erwartungen übertroffen." Für ihn ist das der Lohn harter Arbeit: "Die Menschen haben mir gezeigt, dass sie meinen Einsatz und meine Präsenz im Wahlkreis schätzen."

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Zu den ersten Gratulanten gehörte Ehefrau Claudia. Sie teilte die große Freude mit ihrem Mann. Aber auch Korschenbroichs Bürgermeister Heinz Josef Dick war eigens auf den Hoeren-Hof geeilt, um Heveling für die zweite Amtszeit im Bundestag zu beglückwünschen. "Das Erststimmen-Ergebnis ist ein deutlicher Vertrauensbeweis für Heveling. Und dass die CDU nach dem Tief von 2009 (39,3 Prozent) mehr Zweitstimmen einfahren konnte, sieht Dick "als Rückenwind für weitere Wahlen". Für den Kreis-CDU-Chef Lutz Lienenkämper war es "ein hervorragender Wahlabend" und selbst Korschenbroichs Vize-Bürgermeister Dietmar Ibach (SPD) erkannte den deutlichen Wahlsieg Hevelings neidlos an: "Er ist beliebt und extrem fleißig. Das war für mich klar, dass Ansgar Heveling den Wahlkreis 110 wieder direkt holen würde. Für Benedikt Winzen tut es mir allerdings leid." Lob im Kreishaus gab's für Heveling auch vom Korschenbroicher SPD-Stadtverbandschef Albert Richter: "Für Ansgar Heveling war es nicht nur ein Heimspiel, er hat auch viel dafür getan."

Im Wahlkreis 110 setzte sich mit Heveling der Favorit klar durch. Er verbesserte sich bei seiner zweiten Kandidatur deutlich. Er wird künftig der einzige Bundestagsabgeordnete im WK 110 sein. 2009 war es noch ein Trio. Dieses Mal verzichtete Bernd Scheelen (SPD) auf eigenen Wunsch auf eine Kandidatur. Er war mit Listenplatz 13 in den Bundestag eingezogen. Sein Nachfolger Benedikt Winzen war mit Listenplatz 39 chancenlos. Auf der Strecke blieb auch Otto Fricke (FDP) aus Krefeld. Da seine Partei erstmals seit Gründung der Bundesrepublik an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte.

(RP)
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