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Korschenbroich: Erster Ritterabend im Hannenhaus

Korschenbroich : Erster Ritterabend im Hannenhaus

Es war ein erlesener Kreis, der da im Hannenhaus beisammen saß: 32 Mann, allesamt Ritter vom Heiligen Sebastianus in Europa. In der nun 26-jährigen Ordensgeschichte war die Zusammenkunft eine Premiere. Es war das erste solche Treffen der Ritter aus Korschenbroich und Umgebung.

Die Anregung kam von Pfarrer Frank Josef van de Rieth, seines Zeichens geistliches Ordensmitglied. Der Premierenabend widmete sich dem Thema "Ritter im 21. Jahrhundert".

In seinem 45-minütigen Vortrag gab van de Rieth Denkanstöße, was die Ritterehre heutzutage bedeutet und welche Ehre, aber auch Herausforderung der Titel im Orden mit sich bringt. Zu den Leitgedanken des Ordens zählen der Glaube an Gott, der Einsatz für ein vereintes, christliches Europa und für das Leben. Diese Leitgedanken sollen bei den Ordensmitgliedern nicht nur ankommen – sie sollen gelebt werden. Der Ritter und seine Ritterlichkeit stehen da für die Tugendhaftigkeit, das Leben glaubhaft aus dem christlichen Glauben heraus gestalten zu wollen. Dieser Leitlinie folgend referierte van de Rieth über die Geschichte der Ritter und den Begriff der Tugendhaftigkeit im philiosophischen und theologischen Kontext unter Bezug auf so große Denker wie Platon, Aristoteles und Thomas von Aquin.

Am Ende des Abends diskutierten die Ritter – unter ihnen Bürgermeister Heinz Josef Dick, Bundesschützenmeister Heinz-Gerd Dewies, Sebastianer-Präsident Peter Schlösser, Justiziar im Ordenskapitel Horst Thoren, der Kölner Diözesanbundesmeister Wolfgang Kuck sowie der CDU-Landtagsabgeordnete Norbert Post – die von van de Rieth referierten Inhalte. Angestrebt hatte der Pfarrer mit dem Ritterabend eine "dreifache Begegnung": "mit Gott, mit sich selbst und dem persönlichen Glauben und mit anderen Rittern im christlichen Glauben". Das ist ihm gelungen. Eine Wiederholung des Ritterabends ist bereits geplant.

(NGZ)