Fechten : Dormagener holen alle vier Titel

Fechten TSV Bayer triumphiert bei der Säbel-DM in Tauberbischofsheim in allen Konkurrenzen

Der TSV Bayer Dormagen bleibt das Maß aller Dinge im deutschen Säbelfechten. Ihre Vormachtstellung unterstrichen die Dormagener bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven in Tauberbischofsheim, bei denen im Einzel und in der Mannschaft zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte sämtliche Titel an den Höhenberg gingen.

"Das ist natürlich eine Hausnummer", freute sich TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald. Grund zur Freude bereiteten ihm aber nicht allein die vier Titel, sondern ebenso die Tatsache, dass auch der "zweite Anzug" sitzt: So konnte es sich das Herrenteam leisten, im gestrigen Mannschaftswettbewerb auf den Weltranglistenersten Nicolas Limbach zu verzichten. Matyas Szabo, Max Hartung, Benedikt Wagner und Benedikt Beisheim setzten sich trotzdem im Finale 45:30 gegen die TSG Eislingen durch, die im Halbfinale Gastgeber FC Tauberbischofsheim mit 45:43 ausgeschaltet hatte. Dormagen siegte 45:16 gegen den TV Alsfeld, zuvor gab es das gleiche Resultat gegen FR Nürnberg.

Im Einzel marschierte Nicolas Limbach recht souverän zu seinem fünften nationalen Titel nach 2006, 2007, 2009 und 20011. So schlug er im Viertelfinale den EM-Dritten von 2009, Björn Hübner (Tauberbischofsheim) mit 15:9. Härter forderte ihn dessen Vereinskamerad Johannes Klebes, der im Halbfinale nur mit 14:15 den Kürzeren zog. Im Finale waren dann die Dormagener unter sich, Limbach behielt dabei mit 15:13 gegen Benedikt Wagner die Oberhand. "Auch bei einer Deutschen Meisterschaft musst Du bis zum Ende wach sein, sonst kommt Dir die Konkurrenz sofort sehr nahe. Nico war Favorit und hat die Aufgabe als Gejagter mit Bravour gemeistert", kommentierte Bundestrainer Vilmos Szabo die Gefechte.

Benedikt Wagner hatte im Halbfinale Maximilian Kindler (Eislingen, 15:10) und zuvor Benedikt Beisheim (15:9) ausgeschaltet. Kindler seinerseits setzte sich mit 15:14 gegen Max Hartung durch, ebenfalls im Viertelfinale musste Richard Hübers gegen Johannes Klebes (13:15) die Segel streichen.

Eine Woche, nachdem sie in Moskau die Nominierung für die Olympiaqualifikation verpasst hatte, hielt sich Stefanie Kubissa mit dem Gewinn des Deutschen Meistertitels schadlos. Im Finale schlug sie Titelverteidigerin Alexandra Bujdoso (Koblenz), die stattdessen zum Kontinentalausscheid nach Bratislava fährt, mit 15:12. Stark trumpfte die Jugendliche Judith Kusian auf, die erst im Halbfinale mit 9:15 an Kubissa scheiterte und Dritte wurde.

Zur Belohnung gab es gestern den Mannschaftstitel gemeinsam mit Stefanie Kubissa, Davina Hirzmann und Beatrice Henze durch einen 45:34-Sieg im Finale über den FC Tauberbischofsheim.

(NGZ)