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Meerbusch: Ausstieg bei Dieter Bohlen

Meerbusch : Ausstieg bei Dieter Bohlen

Lank-Latum (mog) Der Lank-Latumer Patrick H. erreichte bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) auf Ibiza die nächste Runde und stieg dann in Berlin freiwillig aus, will sich nicht mit Haut und Haaren an RTL "verkaufen".

"Ich komme aus Meerbusch", verkündete Patrick H. im Club "Punta Arabia" auf Ibiza. Das und was dann folgte, war jetzt bei RTL als einer der Höhepunkte der fünften Staffel der Casting-Show zu sehen. "Sing noch mal ohne Gitarre", for- derte Dieter Bohlen auf und spen- dierte Patrick eine Zigarette.

Nachdem dieser trotz eines spontanen "Nein" doch eine Solo-Stimmkostprobe gab, hielt er schnell den Zettel mit dem begehrten "Recall" in der Hand. Denn auch Anja Lukaseder und Andreas "Bär" Läsker, das aktuelle Team um Bohlen, fanden den Latumer "cool, sehr sympathisch". Dabei ist H. in Meerbusch vielen als Sänger der Bands "Despect" und "Stigmata" bekannt, nur durch Zufall in das Casting reingerutscht. Er machte nach dem Abitur 2007 Urlaub auf Ibiza.

"Ich war in Feier-Laune und gut drauf." Auf der Sonneninsel stellten sich 500 der insgesamt 28 290 DSDS-Kandidaten vor. 100 kamen in dieser ersten Runde weiter: "50 weil sie gut waren, die anderen für Bohlen und seine Sprüche." H. ging als Sieger hervor: "Es folgten zehn Stunden lang Interviews. Das war kein Urlaubsfeeling".

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Auch das ganze Getue gefiel dem 20-Jährigen nicht: "Es war alles krass gestellt, ätzend." Selbst das Teenager-Gekreische, das den aus dem Hubschrauber steigenden Bohlen empfangen habe, sei inszeniert worden. Im Hotel Kempinski habe Bohlen in seiner Rede aufgefordert, freundschaftliches Denken auszuschalten. Es ginge ausschließlich um Vermarktung, nicht um die Musik.

Einen Vorgeschmack erhielt der Lank-Latumer, als er einen Fragebogen ausfüllte: "Das waren ganz intime Fragen." Spätestens da wusste er, dass diese Art der Karriere nichts für ihn ist. Er wolle seine eigenen Kompositionen transportieren und vor allem er selbst bleiben.

Und so stieg er in Berlin aus. Wie er mitteilte, war es ein "unschöner Abgang", bei dem er seine Meinung durch eine entsprechende Geste ausdrückte. Trotzdem geht es für ihn musikalisch weiter, mit einer neuen Rock-Pop-Band "von höchster Qualität" und mit der Bewerbung um einen Studienplatz an der Hochschule für Musik in Köln. Denn für H. steht fest: "Ich gehe selbst meinen Weg." Das DSDS-Casting hat diese Meinung noch gefestigt: "Meine Lieder sind besser als seine", vergleicht er selbstbewusst die eigenen Kompositionen mit den Bohlen-Songs.

(NGZ)