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Remscheid: Schwimmer retten die H2O-Bilanz

Freizeit in Remscheid : Schwimmer retten die H2O-Bilanz

Der heiße Sommer reduzierte die Besucher der Saunalandschaft im vorigen Jahr. Mit insgesamt 420.000 Gästen erreichte die Freizeitanlage in Lennep aber die erwarteten Zahlen. Das Sportbad ist wieder wettkampftauglich.

Bei 35 Grad im Schatten drängt es auch den größten Saunafreund nicht unbedingt zu einem Aufguss in die finnische Sauna des H20 in Hackenberg. Ein heißer Sommer wie im vorigen Jahr, der auch noch über mehrere Wochen in Remscheid anhielt, verhagelte ganz schön die Besucherbilanz der Lenneper Saunalandschaft.

Die Freizeitanlage verfügt aber auch noch über eine Wasserlandschaft. „Die Schwimmer haben uns gerettet“, sagt Badmanager Christian Liese. Unterm Strich konnten die Besucherzahl leicht verbessert werden. Insgesamt kamen nach Lennep 422.000 Besucher (Vorjahr 408.000 Besucher). Den größten Anteil bilden die Besucher der Wasserlandschaft mit 332.000 Gästen. 90.000 Gäste entspannten sich in der Sauna. Die Remscheider Stadtwerke betreiben auch das Sportbad am Stadtpark. In erster Linie nutzen es Schulen und Vereine. Es gibt aber auch kleine Zeitfenster für die Öffentlichkeit wie das Frühschwimmen und am Samstagnachmittag. 130.000 Schwimmer nutzten im vorigen Jahr das Angebot. Stadtwerkechef Professor Thomas Hoffmann bezeichnet 2018 als ein gutes Geschäftsjahr. Laut einer Mitteilung des H20 stoße der neue Spa-Bereich auf gute Resonanz bei den Gästen. Kernpunkt war die Zusammenlegung von Massage- und Beauty-Bereich. Bereits in den ersten Monaten hätten 9000 Kunden die Angebote wahrgenommen. In der Wellness-Branche gibt es eine große Konkurrenz. Das H20 lebt von seinem Ruf weit über die Stadtgrenze von Remscheid hinaus. Auszeichnungen sind daher eine willkommene Imagepflege und Werbung.

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Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (Berlin) gab dem H20 das Prädikat „herausragend“. Damit gehört es zu den 50 besten Freizeitbädern Deutschlands. Im „Saunaführer“ wird es als „besonders empfehlenswert“ angepriesen. „All das sind schöne Bestätigungen unserer stetigen Anstrengungen, ein erstklassiger Gastgeber zu sein“, sagt Christian Liese.

Ein guter Gastgeber für die Sportschwimmer kann auch das Bad am Stadtpark wieder sein. Im vorigen Jahr gab es dort eine Reihe an Renovierungen. Eine neue Wasseraufbereitungsanlage sorgt für eine einwandfreie Badewasserqualität. In der Schwimmhalle wurden die alten Startblöcke durch moderne ersetzt. Sie entsprechen den Wettkampfregularien. Eine neue Zeitmessanlage mit Anzeigetafel soll für eine höhere Zuverlässigkeit und bessere Lesbarkeit sorgen, heißt es in einer Mitteilung. Damit sei sichergestellt, dass das Bad alle Bedingungen für sportliche Wettkämpfe erfüllt. Fachpersonal für den Badebetrieb zu finden, sei heutzutage nicht immer ganz leicht, sagt Liese. Ein personaler Engpass im vorigen Sommer konnte inzwischen wieder geschlossen werden. Etwa 100 Mitarbeiter beschäftigt das H20. Dazu zählen auch die Aushilfskräfte.

Einen Sommer wie im vorigen Jahr wünscht sich Liese nicht unbedingt wieder. „Ein ganz normales Jahr mit Frühling, Sommer, Herbst und Winter wäre gut“, sagt der Badmanager. Er gibt sich zuversichtlich. 2019 sei gut gestartet.