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Remscheid: Frischzellenkur für die Werkzeugtrasse

Remscheid : Frischzellenkur für die Werkzeugtrasse

Mit Geldern aus der Heimatförderung des Landes soll der Rad- und Wanderweg attraktiver gestaltet werden.

Die Piktogramme im Boden sind verblasst, Infotafeln wurden beschmiert, von Sponsoren finanzierte Bänke am Wegesrand sind längst wieder abgebaut. Ein Hinweisschild am Startpunkt, das Touristen den Weg erklärt, hat es nie gegeben. Die Trasse des Werkzeugs zwischen dem Hauptbahnhof und dem einstigen Bahnhof Hasten hat seit der Eröffnung im Rahmen der Regionale 2006 viel von ihrer Attraktivität eingebüßt. Anläufe aus der Politik, den Rad- und Wanderweg aus seinem Dornröschen-Schlaf zu wecken, hat es in den vergangenen Jahren immer wieder mal gegeben. Der große Wurf blieb aber aus – auch weil das Geld fehlte.

Das von der Landesregierung aus CDU und FDP aufgelegte Programm „Heimatförderung“ könnte dies nun ändern. Bei einem Treffen im Werkzeugmuseum machten Andreas Knappe und Robert Wild vom Fachdienst Stadtentwicklung klar, dass sie gute Chancen sehen, dass eine Wiederbelebung der Trasse aus dem mit 150 Millionen Euro gut ausgestatteten Topf gefördert werden kann.

Allerdings muss die Initiative dazu aus der Bürgerschaft, von Vereinen und privaten Interessengemeinschaften kommen. Weder Stadt noch Parteien werden als Antragsteller akzeptiert. In Hasten dürfte das kein Problem sein. Vertreter des im Aufbau begriffenen Netzwerks Hasten nahmen am Treffen teil. Sie würden sich gerne in die Revitalisierung der Trasse einbringen.

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Breite Zustimmung fand der Vorschlag von Andreas Wallbrecht, Leiter des Deutschen Werkzeugmuseums am Hasten, zunächst eine Agentur mit einem Grobkonzept für die Frischzellenkur für die Werkzeugtrasse zu beauftragen. In der Vorbereitung soll auch im Detail geklärt werden, wie sich die Vereine ins Projekt einbringen können. Wallbrecht kämpft schon länger dafür, dass die enge thematische Verbindung zwischen Werkzeugtrasse und Werkzeugmuseum sich auch gut erkennbar im Stadtbild wiederfindet. Etwa in Hinweisschildern, die Trassennutzern den Weg vom Startpunkt an der Hastener Straße ins nur wenige Hundert Meter entfernte Museum weisen.

Ideen, wie man die Geschichte der Werkzeugstadt Remscheid entlang der Trasse zeitgemäß und zugleich geschützt gegen Vandalismus erzählen kann, gibt es viele. Seit der Regionale 2006 hat sich in diesem Bereich technisch viel getan. Vorhandene intakte Schautafeln sollen ins Konzept integriert werden.

Eingeladen zum Treffen hatte Bezirksbürgermeister Otto Mähler (SPD). Zusammen mit Lothar Schiffer (FDP) will Mähler den Kümmerer im Projekt spielen, als Bindeglied zwischen Vereinen, Stadtverwaltung und Museum. Waltraud Bodenstedt (Wählergemeinschaft) zeigte sich erfreut, dass das Engagement auch der W.i.R. für die Trasse Wirkung zeigt. Ihr Wunsch: „Wir sollten in die Gänge kommen.“