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Remscheid: Humpert kritisiert Umgang mit Sponsoren für Haus Cleff

Remscheid : Humpert kritisiert Umgang mit Sponsoren für Haus Cleff

Geärgert hat sich Karl-Heinz Humpert, Vorsitzender des Kulturausschusses, über die Aussagen von Gebäudemanager Thomas Judt, dass die bisherigen Planungen für den Umbau des Deutschen Werkzeugmuseums und des Hauses Cleff von der Verwaltung zurückgenommen werden.

„Ich habe für diese Planungen um Fördergelder geworben“, sagte Humpert. Diese könnten nicht einfach komplett geändert werden, ohne dass die Politik informiert werde.

Das im Kulturausschuss vor gut zwei Jahren verabschiedete Konzept sieht vor, dass das Deutsche Werkzeugmuseum und das Haus Cleff durch einen gläsernen Eingangsbereich miteinander verbunden werden. Aus zwei Museen soll eines gemacht werden. Damit die im ersten Stockwerk geplante Gastronomie auch für Menschen mit Behinderung erreichbar ist, planen die Architekten einen Außenaufzug. Doch diese „Eingriffe“ in das Erscheinungsbild des Hauses Cleff gelten inzwischen als problematisch. „Wenn ich zeigen will, wie das einst ausgesehen hat, geht das nicht mit moderner Technik“, macht Judt deutlich.

Die Bauweise des Patrizierhauses aus dem Rokoko (um das Jahr 1776) ist für die Region einzigartig. Darüber besteht bei den Experten gar kein Zweifel. Es sei das großbürgerliche Pendant zum Schloss Benrath in der Landeshauptstadt Düsseldorf. Mit diesem Vergleich werben auch die drei bergischen Bundestagsabgeordneten Jürgen Hardt (CDU), Manfred Todtenhausen (FDP) und Helge Lindh (SPD) in Berlin für die Remscheider Pläne.

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„Die Sponsoren haben für einen bestimmtes Konzept Geld gegeben. So schafft man kein Vertrauen, wenn man die Pläne einfach ändert“, sagt Humpert. Solche gravierenden Änderungen müssten seiner Ansicht nach deutlich kommuniziert werden.

Noch ist aber gar nicht klar, ob das Haus Cleff in Remscheid überhaupt ein Denkmal mit bundesweiter Ausstrahlung ist. Das wäre eine wichtige Voraussetzung, um an entsprechende Fördertöpfe zu kommen. Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke vom Landschaftsverband Rheinland (LVR) arbeitet an einem entsprechenden Gutachten, auf das man im Rathaus mit Spannung wartet.