Umwelt : Energie-Tipps auf dem Wochenmarkt

In vielen Häusern gibt es veraltete Technik. Energieberater erklären, wie man moderner heizen kann.

Wenn der Heizkessel – aus welchen Gründen auch immer – plötzlich versagt, werden die Bewohner im wahrsten Wortsinn kalt erwischt. Das muss nicht sein. Und es ist aus Sicht von Susanne Berger, Energieberaterin im Kreis Mettmann, auch besser, rechtzeitig vorzubauen. Gestern stand die Expertin auf dem Wochenmarkt und gab Tipps, wie man mit Hilfe spezieller Technik effektiver heizen und obendrein die Umwelt schonen kann.

„Die meisten Heizkessel werden erst ausgetauscht, wenn sie defekt sind“, betont Berger, „wer in einer kalten Wohnung unter Zugzwang steht, kann aber nicht in Ruhe die Alternativ-Möglichkeiten zu Öl und Gas prüfen und echte Verbesserungen planen.“

Bei ihrer Aktion stellt die Verbraucherzentrale NRW treffend die Frage, was denn im Keller so laufe. Berger: „Neu Heizungen können leiser sein als alte, sie können komfortabler zu bedienen sein, und sie können günstiger im Betrieb sein.“

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Hierzulande seien schätzungsweise rund 60 Prozent der Heizkessel in Einfamilienhäusern technisch veraltet und damit reif für einen Austausch, betont die Energieexpertin. Bereits der einfache Umstieg auf Brennwerttechnik – heute Standard bei Öl und Gas – bringt laut Berger bis zu 15 Prozent Energieersparnis. Hinzu komme, dass oft erst beim Heizungstausch die Rohre gedämmt und die Einstellungen optimiert würden. Dies könne weitere 15 Prozent bringen.

Eine stärkere Verbesserung der Klimabilanz sei durch Umstieg auf Holzpellets, durch eine Wärmepumpe oder die Einbindung von Solarthermie möglich. Für viele Vorhaben fließen Fördermittel.

Eine Energieberatung zur Heizung und zu anderen Themen kann man vereinbaren unter den Telefonnummern 02102/1017890, 0211/33996555 oder unter ratingen.energie@verbraucherzentrale.nrw. Entscheidend sei, dass das Heizsystem und seine Leistung zu den Bedürfnissen der Bewohner passen, so die Energieberaterin.

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