Berufsfelderkundung im Kreis Mettmann

Kreis Mettmann geht in die Offensive: Türen öffnen für Wege in den Job

Rund 4000 Achtklässler im Kreis Mettmann suchen in diesem Schuljahr Plätze für Berufsfelderkundungen.

(RP) Ein ambitioniertes Projekt steht vor einem Neustart: Alle weiterführenden Schulen im Kreis Mettmann nehmen am Landesprogramm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ teil. Ziel dieser Initiative ist es, den Übergang von der Schule in den Beruf zu optimieren. Verschiedene Standardelemente werden durchlaufen, damit Jugendliche die Schulen mit einer klaren beruflichen Orientierung verlassen. Ein wichtiges Element dabei ist die betriebliche Berufsfelderkundung, die im Kreis Mettmann in der Woche vor den Osterferien (5. bis 10. April 2019) stattfinden wird.

Dabei erhalten Schüler der 8. Jahrgangsstufe die Möglichkeit, an drei Tagen drei unterschiedliche Berufsfelder kennenzulernen. Ziel ist es, den betrieblichen Alltag erlebbar zu machen und erste Kontakte zwischen Betrieben und potenziellen Auszubildenden entstehen zu lassen. Jugendliche lernen aktiv berufliche Tätigkeiten im Betrieb kennen – durch kleine Arbeitsproben oder praktische Übungen. Zudem können sie sich mit Ausbildern und Auszubildenden austauschen, einzelne Arbeitsplätze besuchen und sich die Arbeitsabläufe erläutern lassen.

Nicht nur Firmen, die selbst ausbilden sind aufgerufen, ihre Türen für Achtklässler zu öffnen. Alle Betriebe, Einrichtungen, Organisationen, Behörden und Institutionen im Kreis und angrenzenden Standorten sind eingeladen, durch einen Blick hinter die Kulissen Jugendliche bei ihrer Berufswahl zu unterstützen. Hilfreich und erwünscht sind alle Möglichkeiten, einen Tag in das „echte Leben“ nach der Schule zu schnuppern. Wie sieht ein Tag auf dem Bau aus? Was macht eigentlich ein Ingenieur? In welchen Branchen sind Menschen tätig, die Sozialpädagogik, Jura, Wirtschaft, Informatik oder Kunst studiert haben? Welche Perspektiven gibt es in der Gastronomie? Woran arbeitet ein Bürokaufmann? Welche Aufgaben hat eine Arzthelferin? In welchen Berufen benötigt man ein duales Studium?

  • Kreis Mettmann : Achtklässler erkunden Betriebe

 Der zeitliche Umfang eines Berufsfelderkundungstages entspricht einem Schultag. Die rechtlichen Bestimmungen entsprechen denen des Betriebspraktikums und sind somit vielen Unternehmen bereits vertraut. Die Berufsfelderkundungen gehen den die mehrwöchigen Schülerpraktika, die weiterhin wichtiger Bestandteil der Berufsorientierung in der Schule bleiben, voraus.

Unter www.berufsfelderkundung-me.de stellt der Kreis Mettmann ein Buchungsportal bereit, mit dem Schüler und Anbieter schnell und unbürokratisch zusammenfinden.

Dort können sich Betriebe bis zum 15. Februar 2019 online registrieren und ihre Angebote zur Berufsfelderkundung und die Anzahl der angebotenen Plätze einstellen. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen können damit viel leichter als bislang auf sich aufmerksam machen und sich den Jugendlichen - und der regionalen Öffentlichkeit - als potenzielle Ausbildungsbetriebe vorstellen.

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