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Expertentipps für die erste Tage nach den Ferien : Tipps machen den Schulweg sicher

Die ersten Schultage sind für die Schulanfänger besonders spannend. Zusammen mit den Eltern ist vor allem Sicherheit auf dem Schulweg ein großes Thema. Experten geben Ratschläge. Man sollte viele Dinge einüben.

„Ich wünsche unseren diesjährigen 259 Schulneulingen einen guten Schulstart sowie viel Freude und Erfolg beim Lernen!“ Sagt der Heiligenhauser Bürgermeister Michael Beck. Und verbindet den guten Wunsch aus gegebenem Anlass mit mehreren Bitten. Laut Statistik der Polizei aus dem Jahr 2017 sank im Kreis Mettmann die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern auf dem Schulweg im Vergleich zum Vorjahr von 32 auf 31 Unfälle. In Heiligenhaus waren im vergangenen Jahr drei Unfälle mit Kindern auf dem Schulweg zu verzeichnen.

Beck: „Ich bitte alle Verkehrsteilnehmer, daran zu denken, dass Schulanfänger auch Verkehrsanfänger sind und den Anforderungen des Straßenverkehrs noch nicht immer gewachsen sind. Sie haben Schwierigkeiten, Entfernungen und Geschwindigkeiten eines Fahrzeuges richtig einzuschätzen, und haben Probleme, über parkende Autos hinwegzuschauen. Daher möchte ich um besondere Aufmerksamkeit bitten.“

Ein sicherer Schulweg ist eine permanente Herausforderung für alle Bürger. Jeder muss sich als Vorbild im Straßenverkehr verhalten und den Kindern helfen, ihren Schulweg ohne Gefahren kennen zu lernen.

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Insbesondere morgens entstehen an nahezu allen Grundschulen gefährliche Situationen durch Eltern, die ihre Kinder unmittelbar vor der Schule aus dem Auto aussteigen lassen oder auf der gegenüberliegenden Straßenseite parken. Der Verkehr wird dadurch beeinträchtigt und die Sicht der Kinder stark eingeschränkt. Becks Empfehlung: „Bitte lassen Sie Ihre Kinder nur über die beampelten Übergänge gehen und parken Sie im Zweifel vorzugsweise ein Stück weit von der jeweiligen Schule entfernt.

Kinderhilfswerk und Verkehrsclub Deutschland (VCD) haben ebenfalls gute Ratschläge für den Schulstart.

Tipp 1: Eltern sollten mit ihren Kindern gemeinsam einen sicheren Schulweg einüben Gerade mit jüngeren Kindern sollten Eltern einen sicheren Schulweg gemeinsam festlegen und einüben. Der Fußweg muss nicht der kürzeste Weg sein, sondern er sollte schwierige Straßen und Kreuzungen umgehen. Eltern und Kinder sollten den ausgewählten Schulweg mehrmals zusammen ablaufen.

Tipp 2: Laufgemeinschaften bilden. Für den Weg zur Schule können Eltern oder auch Kinder selbst sogenannte Laufbusse organisieren. Hierbei werden an unterschiedlichen Stellen vor Ort Haltestellen vereinbart, an denen sich die Kinder aus der Nachbarschaft verabreden und gemeinsam zur Schule gehen können. Kinder, die mit Freunden zur Schule gehen, lernen, auch auf andere aufzupassen. Ihr soziales Verhalten wird gefördert, und sie können schon auf dem Weg zur Schule Freundschaften pflegen oder schließen.

 Tipp 3: Fahrgemeinschaften in dünn besiedelten Gebieten bilden. In Gegenden, in denen lange Schulwege oder fehlende Schulbusse das „Elterntaxi“ notwendig machen, hilft es, Fahrgemeinschaften zu bilden. Die gemeinsame Autonutzung reduziert den Schadstoffausstoß und entspannt die Verkehrssituation vor den Schulen. Ratsam ist, in einiger Entfernung zur Schule eine Elterntaxihaltestelle einzurichten. So können die Kinder die letzten 300 bis 500 Meter gemeinsam zu Fuß gehen.