Grevenbroich: "Elterntaxi"-Haltestellen lassen auf sich warten

Grevenbroich : Warten auf „Elterntaxi“-Haltestellen

„Mein Grevenbroich“ ist unzufrieden mit der Bearbeitung ihres Antrags im Rathaus.

Die Stadtverwaltung hatte bei den Grundschulen abgefragt, wo solche Haltestellen fürs Elterntaxi eingerichtet werden könnten. Sechs Schulen brachten Vorschläge ein: Die Erich-Kästner-Schule in Elsen etwa schlug dafür den Parkplatz Rheydter Straße/Kirmesplatz vor, die Grundschule Erftaue in Gustorf regte Hinweisschilder am Parkplatz Hünselerstraße/Marktplatz an. Die Jakobus-Schule in Neukirchen und die „Arche Noah“ in Noithausen schlugen ebenfalls den jeweiligen Kirmesplatz vor.

In der Stadt soll es künftig „Elterntaxi“-Haltestellen geben. Foto: UWE KOEPPEN

Doch die Stadtverwaltung beließ es im Ausschuss bei der Auflistung der Vorschläge, ein Handlungskonzept lag nicht vor. „Wie geht es nun weiter?“, hakte Martina Suermann nach. Sie erfuhr, dass für die Umsetzung nicht der Schul-, sondern der Bauausschuss zuständig sei. Erster Beigeordneter Michael Heesch versicherte, er wolle sich einsetzen, dass das Thema im nächsten Bauausschuss beraten wird – doch der tagt erst am 6. September. Also ist Warten angesagt, dabei ist der Antrag bereits ein dreiviertel Jahr alt.

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Auch der ADAC macht sich für Elterntaxi-Haltestellen stark. Begründung: 2017 sind 10.363 Kinder unter 15 Jahre im Auto ihrer Eltern zu Schaden gekommen, „deutlich mehr als Kinder, die zu Fuß unterwegs waren“.

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