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Heiligenhaus Oldtimer fahren auf der Hauptstraße vor

Nur für Fahrzeuge, die älter als 30 Jahre sind. : Oldtimer fahren auf der Hauptstraße vor

Am Sonntag, 9. September, können die Fans alte Fahrzeuge bewundern. Gleichzeitig gibt es einen verkaufsoffenen Sonntag.

Einmal im Jahr wird die Hauptstraße zu einem höchst exklusiven Parkplatz für alte Schätzchen auf Rädern –  auch in diesem Jahr lockt das Oldtimertreffen in die Innenstadt.

Am Sonntag, 9. September, 10 bis 20 Uhr, wird dafür wieder die Hauptstraße (ab Höhe Wülfrather Straße) bis zum Kreisel am Kirchplatz für den Durchgangsverkehr gesperrt, stattdessen gibt es Platz für bis zu 250 Oldtimer gleichzeitig, die bestaunt werden können. Parken dürfen dort nur Autos oder Motorräder mit einem  Mindestalter von 30 Jahren sowie einem H-Kennzeichen oder einem roten Oldtimer-Nummernschild. „Es wird rigoros nach Oldtimer-Gesichtspunkten gesiebt“, erklärt Initiator und Oldtimer-Fan Volker Kiekert, der sich auf Benzingespräche freut. Gemeinsam mit dem Stadtmarketing-Arbeitskreis „Handel“ sowie der Stadtverwaltung organisiert er das Treffen nun schon im vierten Jahr.

Da die Wagen ein und aus fahren, konnte man im vergangenen  Jahr insgesamt 362 Oldtimer begrüßen. Ergänzt wird die Veranstaltung auch in diesem Jahr wieder von den Händlern, die mit zahlreichen Aktionen von 13 bis 18  Uhr ihre Läden öffnen. „Auf dem Rathausplatz wird es Essen und Trinken geben, und eine Liveband wird entlang der Hauptstraße für Musik sorgen“, kündigt Annelie Heinisch, Sprecherin des AK „Handel“ an.

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Erstmals wird der Bereich rund um die Suitbertus-Kirche bespielt, zwei neue Geschäfts-Ansiedlungen wollen dort für mehr Leben sorgen, so Heinisch. Um 12 Uhr eröffnet Bürgermeister Michael Beck das Treffen auf dem Rathausplatz, zwei Stunden später wird er Preise an die Teilnehmer des Stadtradelns verleihen. Den Rest des Tages wird Volker Kiekert dort die Fahrzeuge ankündigen.

„Ich kenne viele Teilnehmer und ihre Autos, die manchmal sogar Spitznamen haben.“ Wer mit seinem Oldtimer teilnehmen will, muss sich dafür nicht anmelden, auch Standgebühren fallen nicht an. Etwa 200 Oldtimer-Besitzer hat Kiekert, der auch Vorsitzender der Mercedes-Benz-Interessengemeinschaft ist, bereits angeschrieben, ansonsten funktioniere die Mund-zu-Mund-Propaganda immer besser. „Den Fahrern hat es in Heiligenhaus gefallen“, weiß er zu berichten. Trotzdem ist das Wetter der wichtige Faktor für die Teilnahme: „Wenn es regnet oder es nach Regen aussieht, dann werden viele aus Sorge um ihr Gefährt nicht teilnehmen.“

Höchst wahrscheinlich wird aber ein Citroën von 1928 vorfahren und ein Opel Super 6 von 1938. Vielleicht sogar Ford T-Modelle, ganz bestimmt aber Mercedes-Modelle.

„Unsere Veranstaltung wird auch von der Initiative Kulturgut Automobil beobachtet, die sich dafür einsetzt Oldtimer zum Unesco-Weltkulturerbe zu machen“, freut sich Kiekert.

Auch eine lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung hob der Oldtimer-Fan hervor. Man habe nun ein Korsett für ein Sicherheitskonzept ausgearbeitet, das nach aktueller Planungen, Grundlage auch für kommende Veranstaltungen des Stadtmarketings sein soll.