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Vorschulkinder ernten Äpfel auf Radevormwalder Streuobstwiese

Naturschutz in Radevormwald : In Herbeck regnet es Äpfel

Vorschulkinder der Kita Sprungbrett kamen zur Ernte auf die rund zwei Hektar große Streuobstwiese am Rand der Ortschaft Herbeck und hatten viel Spaß.

Die Vorschulkinder der städtischen Kita Sprungbrett aus Bergerhof waren in diesen Tagen zur Apfelernte auf der Streuobstwiese der Stadt in Herbeck zu Gast. Und weil die meisten Äpfel noch in den Bäumen hingen, die Kinder aber nicht an die Äste kamen, mussten die Bäume erst einmal kräftig geschüttelt werden, berichtet Regina Hildebrandt von der Bauverwaltung der Stadt.

Rund zwei Hektar groß ist die am Rand der Ortschaft Herbeck gelegene Streuobstwiese. Sie ist eine Ausgleichsfläche für das Baugebiet Loh‘sche Weide im Grenzbereich von Bergerhof und Herbeck. Auf der Wiese gibt es Obstbäume mit Äpfeln, Kirschen, Zwetschgen und Birnen. Gärtnermeister Marcus Nitzsche, der die Obstbäume betreut, hat alte Sorten gesetzt wie den „Purpurroten Cousinot“, den „Schneider“ oder die „Luxemburger Renetten“.

„Achtung Apfelregen“, tönte es jetzt immer wieder. Anschließend konnten die Kinder das Obst auflesen und in die kleinen Rucksäcke füllen. Die beiden Erzieherinnen Silvia Boris und Birgit Kollodzey mussten nur darauf achten, dass die Rucksäcke der Kinder nicht zu schwer wurden.

Denn schließlich sollten die Kinder auch den Weg zurück zum Kindergarten an der Herderstraße schaffen. Zur Stärkung gab es vorher noch ein kleines Picknick mit warmem Apfeltee.

Streuobstwiesen gelten als ökologisch besonders wertvoll. Außerdem dienen sie in vielen Fällen dazu, traditionelle Obstsorten zu erhalten und zu pflegen.

Die Fläche in Herbeck ist zudem ein Ort, an dem seltene Insekten willkommen sind. Seit dem vergangenen Jahr gibt es dort eine Hautflügler-Nistwand, in der Bienen, Wespen und andere Tiere ein Domizil finden. Vor allem so genannten Solitärbienen, die keine Staaten bilden, soll damit bei der Arterhaltung geholfen werden – Naturschützer warnen seit Jahren vor den Folgen des Rückgangs der Insekten-Populationen. Denn ohne die geflügelten Bestäuber wachsen dann auch keine Äpfel mehr.