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Radevormwald: Städtefreundschaft mit Châteaubriant wird neu belebt

Radevormwald und Châteaubriant : Städtefreundschaft wird neu mit Leben gefüllt

Eine Delegation aus Radevormwald unter Leitung von Bürgermeister Johannes Mans reiste für mehrere Tage nach Châteaubriant in Frankreich.

 Mit einem Besuch in der französischen Partnerstadt Châteaubriant hat eine Delegation aus Radevormwald ein neues Kapitel in der Geschichte der deutsch-französischen Städtepartnerschaft eröffnet. Durch den Tod von Monique Bigot, die in Châteaubriant die wichtigste Ansprechpartnerin für die Freunde aus Rade war, und dann später durch die Corona-Pandemie war der Kontakt zwischen den beiden Städten zuletzt sehr eingeschränkt gewesen.

„Ein gleich mehrfacher Gedankenaustausch stand bei einem Besuch zum 40-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft mit Châteaubriant im Mittelpunkt“, heißt es im Bericht der Verwaltung über die Reise. Angeführt wurde die Delegation von Bürgermeister Johannes Mans, ebenfalls dabei waren die Vorsitzende Partnerschaftskomitees, Erni Huckenbeck, und Verwaltungsmitarbeiterin Katja Oelschläger. Vom Donnerstag der vergangenen Woche bis Sonntag blieben sie in der Partnerstadt. Johannes Mans erfuhr dabei eine besondere Auszeichnung: Ihm blieb vorbehalten, das Band zur Eröffnung der überregional wichtigen Landwirtschaftsmesse „Foire des Béré“ zu durchschneiden. Außerdem konnte er sich in das Goldene Buch eintragen.

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„Das ist eine besondere Ehre“, sagt Mans, der sich mehrfach mit Bürgermeister Alain Hunault austauschte. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dejan Vujinovic fungierte als Mitglied der Gruppe auch als Dolmetscher. Vujinovic hat seine Verbindungen zur Partnerstadt durch einen Schüleraustausch aufgebaut.

Überlegt worden ist, wie die Partnerschaft neu belebt werden kann, auch wenn der Deutschunterricht in Châteaubriant und der Französisch-Unterricht in Radevormwald rückläufig sind. „Während es früher sehr häufig war, die Sprache des Partners als zweite Fremdsprache zu lernen, liegt darauf heute kein Schwerpunkt mehr. Da soll jetzt ein neuer Ansatz gefunden werden“, heißt es im Bericht der Stadt. Es wurde bei einem Treffen mit sechs französischen Unternehmern überlegt, wie Gewerbetreibende beider Städte oder aus der Region voneinander profitieren könnten. So berichtete ein Logistik-Unternehmer, dass einer seiner Lkw mindestens einmal in der Woche in die Region um Radevormwald fahre. Berichtet wurde auch von einem interessanten Recycling-Projekt.

Johannes Mans erklärt dazu, dass die neue Wirtschaftsförderin sich des Themas annehmen könne, in dem zum Beispiel Vertreter des Radevormwalder Unternehmer-Netzwerks (RUN) angesprochen werden. So möchte die Region um Châteaubriant auch die duale Ausbildung fördern und plant den weiteren Ausbau einer Berufsschule, um Jugendlichen eine bessere berufliche Qualifikation zu ermöglichen. Beispiel könnte deshalb auch die Vermittlung von Praktika sein. Der Bürgermeister könnte sich vorstellen, dass es dazu einen Stand zum „Tag der Ausbildung“ am 14. Mai 2022 gibt. Berichtet haben die Franzosen auch, dass zahlreiche Landwirte in der Region um Châteaubriant aktuell keinen Nachfolger finden. „Ich denke, es gibt da einige Ansätze“, sagt Mans, der aber auch betont, dass der Wille, sich mit der Städtepartnerschaft auseinander zu setzen, von dem Einzelnen kommen muss. 

Céline Galland-Plumejault, die im Rathaus der Partnerstadt für den Partnerschafts-Kontakte zuständig ist, plant für Anfang kommenden Jahres einen Besuch in Radevormwald. Eine offizielle Delegation aus Frankreich soll zum Weinfest im nächsten Frühsommer nach Radevormwald kommen, um das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft (1981-2021) nachzufeiern, den Austausch zu fördern und über einen möglichen Wirtschaftsaustausch zu sprechen.