1. NRW
  2. Städte
  3. Radevormwald

Radevormwald: Der Kulturkreis startet in die Spielzeit 2020/2021

Kultur in Radevormwald : Kulturkreis startet in die 72. Spielzeit

Den Auftakt in die neue Spielzeit bildet die Rader Comedy-Show, die am 25. September nachgeholt wird. Am 30. September beginnt das reguläre Programm mit der Komödie „Der Geizige“.

Dem Kulturkreis Radevormwald ist es trotz der Corona-Krise gelungen, ein umfangreiches Programm für die Spielzeit 2020/2021 auf die Beine zu stellen. Unter der Leitung von Michael Teckentrup wurde in den vergangenen Wochen immer wieder an dem Programm und der Umsetzung gefeilt, denn mitten in einer Pandemie Theater zu realisieren, ist eine komplexe Herausforderung.

Das Hygiene- und Schutzkonzept steht, das Bühnenprogramm auch. „Wir mussten viele Absprachen treffen. Nicht nur mit der Stadt, sondern auch mit den Theatern und Schauspielern. Der Aufwand war enorm“, sagt Michael Teckentrup.

Das Hygienekonzept für die kulturellen Veranstaltungen im Bürgerhaus kann sich in den nächsten Wochen und Monaten immer wieder ändern. „Wir werden auf die regionalen Entwicklungen eingehen und stets vorsichtig handeln“, sagt der Vorsitzende des Kulturkreises.

Trotz aller Anstrengungen ist er stolz auf die neue Spielzeit, die nicht nur für alle Besucher, sondern auch für die Künstler eine neue Erfahrung sein wird. Der Abstand zur Bühne wird deutlich größer sein, Pausen gibt es vorerst nicht mehr. Die Veranstaltungen sind deshalb zeitlich begrenzt. „Pausen sind ein Risikofaktor, weil sich Menschen dann nahe kommen und mögliche Infektionsketten nicht mehr nachvollzogen werden können. Unsere Gäste werden feste Sitzplätze haben und müssen den Mund- und Nasenschutz tragen, bis sie auf ihrem Platz angekommen sind.“

Derzeit werden pro Veranstaltung knapp über 200 Karten verkauft, um den nötigen Abstand einhalten zu können. Pro Abend gibt es eine Veranstaltung, mit einer Ausnahme, denn die Spielzeit startet am 25. September mit der Rader Comedy-Show. Die beliebte Show, die am 13. März aufgrund der Pandemie abgesagt wurde, wird mit zwei Vorstellungen an einem Abend nachgeholt. Die erste Show startet um 18 Uhr, die zweite um 21 Uhr. „Dass die Comedy-Show nachgeholt wird, ist ein besonderer Erfolg. Die Besetzung wird etwas anders sein und die gesamte Veranstaltung etwas kürzer, aber wir freuen uns auf den Abend“, sagt Michael Teckentrup. Zusammen mit der Agentur „Comedy to go“ wird die ausgefallene Show nachgeholt, die Show der neuen Spielzeit im März 2021 ist ebenfalls eine Doppel-Veranstaltung.

Das reguläre Programm der Spielzeit startet am Mittwoch, 30. September mit dem Rheinischen Landestheater Neuss (RLT) und der Komödie „Der Geizige“, wie gewohnt um 19.30 Uhr im Bürgerhaus. Das RLT und das Landestheater Castrop-Rauxel haben ihre Stücke aufgrund der Pandemie umgeschrieben. „Die Stücke sind verkürzt worden und die Abstände der Schauspieler untereinander wurden vergrößert. In einigen Szenen wird auch mit Maske gespielt“, sagt Michael Teckentrup.

Nach dem Auftakt im September gastiert das RLT am 13. Dezember mit dem Stück „Eine Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens im Bürgerhaus.

2021 startet die Spielzeit dann richtig durch. Im Februar gibt es mit „Marlow“ und „Vor Sonnenaufgang“ zwei Theaterabende, im März folgt eine Komödie und im April „Glaube Liebe Hoffnung“ in einer Inszenierung des RLT. „Wir haben die meisten Termine der neuen Spielzeit in das nächste Jahr verlegt und hoffen, dass sich die Pandemie bis dahin weiter entspannt hat“, erklärt Michael Teckentrup das Programm. Im Mai gibt es im Bürgerhaus „Der Tatortreiniger“ und „Der Widerspenstigen Zähmung“ zu sehen. Teil der Spielzeit sind auch mehrere Sonderveranstaltungen, wie „Der Chesnot ist abgesagt!“ der Maske Rader im Oktober sowie ein Jazz-Abend mit der Band „Forsonic“ im November. Die Kölsche Weihnacht, eine Kooperationsveranstaltung mit Rua Kapaaf, soll am 29. November stattfinden. Auch die Theatergruppe „Der Wipperwagen“ kommt im Januar zurück nach Radevormwald.
Michael Teckentrup, dass alle Gäste Verständnis für die neuen Regeln und Abläufe aufbringen werden. „Wir müssen das Hygienekonzept ernst nehmen, dann können wir die kulturellen Abende auch genießen“, sagt der Vorsitzende des Kulturkreises.