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Landesgartenschau-Bewerbung : Studenten-Wettbewerb soll Neuss helfen

Landesgartenschau-Bewerbung in Neuss : Studenten starten Projekt mit Ortstermin im „grünen Neuss“

Die Aufenthaltsqualität in der Stadt muss sich verbessern. Diese These vertreten Mädchen und Jungen der Gesamtschule Nordstadt, die aufgefordert waren, einen Blick auf ihre Stadt zu werfen und dabei, ihre Wünsche für ein „grünes Neuss“ zu formulieren.

Die Zwölftklässler waren am Samstag Gäste bei einem Workshop im Romaneum, wo sie mit Studenten der Hochschule Geisenheim diskutierten. „Das war ein großer Gewinn“, sagt Benjamin Küsters, der Schüler und Studenten ins Gespräch gebracht hatte.

Drei Tage verbrachten 22 Viertsemester der Hochschule in Neuss. Die Exkursion bildet den Auftakt zu einer dreimonatigen Projektarbeit, die zugleich auch ein studentischer Wettbewerb ist. Führungen durch die Stadt und Gespräche mit Vertretern der Verwaltung gehörten zum Programm. Die Leitung des Projektes hat Gerd Helget, Professor für Baubetrieb, Garten- und Landschaftsbau an der Hochschule im Rheingau. Als „anstregend“ und „bombastisch“ bezeichnete Helget die Tage in Neuss, bei denen die Studenten die Stadt kennen gelernt hätten und schon „fleißig diskutiert und gezeichnet haben“. Im Kern sollen die Ideen und Gedanken der Studenten Anregungen für eine grüne Stadterneuerung geben. Wenn alles im Sinne der Initiatoren läuft, könnte am Ende eine Bewerbung der Stadt zur Austragung der Landesgartenschau 2026 stehen. Auch für Helget ist eine Gartenschau ein „großartiges Vehikel“, um Stadtentwickelung voranzutreiben.

Benjamin Küsters und sein Vater Werner – die Familie betreibt den alteingesessenen Gartenhof in Rosellen – werben dafür, dass sich Neuss um die Landesgartenschau bewirbt. Ihnen geht es nicht um eine grüne Pflanzenschau, sondern um Inhalte wie zum Beispiel das soziale und ökologische Bauen.

(lue-)