In Neuss reifen Pläne, die Landesgartenschau in die Stadt zu holen

Grün-Initiative in Neuss: Studenten sehen sich Neusser Grün an

Hochschule Geisenheim bereitet eine Projektarbeit über Neusser Grünflächen vor.

Die Idee, die grüne Infrastruktur in Neuss untersuchen zu lassen, findet Gerd Helget spannend. Der Professor für Baubetrieb, Garten- und Landschaftsbau an der Hochschule Geisenheim im Rheingau, die als grünes Kompetenzzentrum gilt, denkt sogar über eine Projektarbeit als studentischen Wettbewerb nach, der aufzeigt, wie sich Grünflächen in der Stadt weiter entwickeln können. Er habe freundliche Gespräche im Rathaus geführt, sagt Helget, und positive Signale empfangen.

Den Blick des Wissenschaftlers auf Neuss lenkte Benjamin Küsters. Der Junior-Chef auf dem Gartenhof seiner Familie in Rosellen wirkt als Gastdozent in Geisenheim. Gemeinsam mit seinem Vater Werner verfolgt Küsters seit langem den Plan, Neuss zum Standort einer Landesgartenschau zu machen. Bereits vor sechs Jahren hatte er öffentlich gefordert, die Stadt möge sich als Ausrichter für 2020 bewerben – er blieb damals erfolglos.

Im zweiten Anlauf für das Projekt Landesgartenschau finden die Küsters’ offenbar mehr Gehör. Zumindest berichtet Werner Küsters, dass sich auf seiner Klinkenputz-Tour doch einige Türen öffnen. Er konnte eine ganze Reihe Gespräche in der Verwaltung und mit Kommunalpolitikern führen. Seine Zwischenbilanz: „Immer mehr Verantwortliche begreifen, welches Potenzial eine Gartenschau besitzt.“

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Der studentische Wettbewerb könnte weitere Argumente herausarbeiten. Letztlich geht es um städtebauliche Entwicklung von Grünflächen. Eine Wechselwirkung mit der Idee einer Landesgartenschau in Neuss könnte das Ergebnis sein.

Werner Küsters möchte einen nachhaltigen Grün-Prozess für Neuss anstoßen. Seine Stichworte sind unter anderem „Neuss an den Rhein bringen“, Revitalisierung von Grünflächen, die Entwicklung eines Fahrrad-Netzes und vor allem auch „Sozialökologisches Bauen“.

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