Kamp-Lintfort: Hochschule kooperiert mit Gartenschau

Kamp-Lintfort : Hochschule kooperiert mit Gartenschau

Die Laga-GmbH hat sich einen starken Partner ins Boot geholt: Gestern besiegelten Laga-Geschäftsführer Heinrich Sperling und Jens Gebauer, Vizepräsident der Hochschule Rhein-Waal, die vielseitige Zusammenarbeit.

Heinrich Sperling hat ja schon zahlreiche Landesgartenschauen begleitet: "Für mich ist es aber die erste, in die eine Hochschule so stark eingebunden ist wie hier in Kamp-Lintfort", sagt der Geschäftsführer der Laga-GmbH und ist schon ganz gespannt darauf, wie sehr sich die Hochschule Rhein-Waal mit ihren Standorten in Kamp-Lintfort und Kleve in die Gartenschau hinein öffnen wird. "Auf jeden Fall werden wir erleben, was in einem grünen Labor so passieren kann", sagt Sperling. Damit meint er das Green Fab-Lab, das die Hochschule zusammen mit der Landesgartenschau-Gesellschaft sowie der Stadt auf dem ehemaligen Zechenareal aufbauen wird. Das Green Fab-Lab soll ab 2020 als offenes Haus, grün bedacht, nicht nur für die Studenten, sondern für alle interessierten Bürger zugänglich sein. "Wir richten dort Projektwerkstätten, Labore und Seminarräume ein. Es werden Vorlesungen und Veranstaltungen stattfinden", erläuterte Professor Jens Gebauer, Vizepräsident der Hochschule Rhein-Waal für Forschung und Wissenstransfer.

Der Themenbereich Technik und Pflanzen sollen im Green-Fab-Lab im Fokus stehen. "Wie erzeugt man mit Pflanzen Strom. Solche und viele andere Fragen werden dort beantwortet", betont Gebauer. Auf dem rund 4500 Quadratmeter Außengelände wird auch die Stromerzeugung durch Solartechnik und Windenergie thematisiert. Für die Laga-GmbH ist die Zusammenarbeit mit der Hochschule Rhein-Waal die erste offizielle Kooperation. Wie Prokurist Andreas Iland mitteilte, sollen weitere Kooperation geschlossen werden. Die Zusammenarbeit, die gestern in eine schriftliche Vereinbarung mündete, besteht bereits von Anfang an. Jens Gebauer gehört dem Förderverein der Laga 2020 an, Studenten haben in einem Wettbewerb das Logo der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort entwickelt. Die Kooperation ist auch als Marketingpartnerschaft angedacht. Stadt, Hochschule und Laga-GmbH wollen sich bei der Entwicklung und innovativen Ausgestaltung von Projektideen austauschen. Als Kooperationspartner soll die Hochschule sowohl in die werbliche Darstellung als auch in die Veranstaltungsplanung der Landesgartenschau 2020 einbezogen werden. "Das Besondere an der Zusammenarbeit ist, dass wir zum Beispiel mit der Evaluation schon vor der Landesgartenschau in zwei Jahren beginnen können", betonte gestern Heinrich Sperling.

Zuständig für die Evaluation ist Barbara Stoberock, die seit dem 1. Mai neue Mitarbeiterin in der Landesgartenschau GmbH ist und parallel noch an der Hochschule arbeitet. Ihre Aufgabe ist es, zu bewerten, was die Landesgartenschau in Kamp-Lintfort bewirkt - und zwar unter Berücksichtigung von sozio-psychologischen, ökonomischen, ökologischen und städteplanerischen Aspekten. "Wir gehen jeweils von Zielen aus, die man sich im Vorfeld gesetzt hat: Wie wird beispielsweise die Umweltqualität in der Stadt verbessert?" Barbara Stoberock ist selbst Psychologin. In einem ersten Schritt will sie nun herausfinden, was die potenziellen Besucher von der Landesgartenschau erwarten. Erste studentische Projekte zu dieser Thematik haben ebenfalls schon stattgefunden. So analysierten Studenten die Zufriedenheit der Kamp-Lintforter mit ihrer Stadt. Ergebnis: "Die Landesgartenschau ist in Kamp-Lintfort sehr präsent. Und die Wertschätzung ist groß."

Die Hochschule selbst feilt noch an fast 50 weiteren Projektideen für die Landesgartenschau.

(RP)
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