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Neuss: IHK: Industrie-Standort Hafen schützen

Neuss : IHK: Industrie-Standort Hafen schützen

Wohnbebauung, Uferpromenade, Gewerbeansiedlungen – Anrainer des Hafenbeckens I begrüßen Veränderungen, die Neuss näher ans Wasser rücken lassen. Gleichzeitig fordern sie aber, dass eine Bebauung "industrieverträlich" sein müsse.

Wohnbebauung, Uferpromenade, Gewerbeansiedlungen — Anrainer des Hafenbeckens I begrüßen Veränderungen, die Neuss näher ans Wasser rücken lassen. Gleichzeitig fordern sie aber, dass eine Bebauung "industrieverträlich" sein müsse.

Das ist das Ergebnis eines Unternehmergesprächs, zu dem die Industrie- und Handelskammer (IHK) jetzt Hafananlieger und Eigentümer eingeladen hatte. Über 30 Teilnehmer diskutierten über die Planung und deren Auswirkungen auf den Neusser Hafen.

Zum Hintergrund: Auf dem Case-Gelände, dessen Nachfolgenutzung nach der Absage von Arcelor Mittal offen ist, sollen ein Gewerbe- und Industriegebiet ausgewiesen werden. Über eine Promenade beiderseits des Hafenbeckens I soll das Wasser auch für Spaziergänger zugänglich und erlebbar werden. Auf dem Areal entlang der Rheintor- und Batteriestraße ist eine gewerbliche Nutzung vorgesehen, auch Wohnen soll ermöglicht werden. Die Stadt Neuss hat einen entsprechenden Bebauungsplan im Entwurf ausgelegt.

IHK-Vizepräsident Wilhelm F. Thywissen, der über die Ölmühle C. Thywissen auf der Hafenmole I selbst Anrainer ist, bezeichnet das Baurecht als ein schwieriges Thema: "Wir alle finden urbanes Leben in Hafennähe sehr attraktiv. Die Schwierigkeit ist aber, dass unser Umweltrecht zu Recht sehr hohe Standards setzt. Und dann kann urbanes Leben mit dem, was so in einem Hafen passiert, in Konflikt geraten." Das sei die große Herausforderung des neuen Bebauungsplanes: "Einerseits wollen wir den Hafen erhalten, ausbauen und die Arbeitsplätze sichern. Aber gleichzeitig ist es richtig, die Stadt attraktiver zu gestalten." Er stehe daher der Bauleitplanung "grundsätzlich aufgeschlossen" gegenüber.

(NGZ)