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Neuss/Düsseldorf: U 81: Neuss soll sich an Studie beteiligen

Neuss/Düsseldorf : U 81: Neuss soll sich an Studie beteiligen

In die Diskussion um die Linie U 81 ist neue Bewegung gekommen. Düsseldorfs Oberbürgermeister Dirk Elbers hat jüngst erklärt, dass er eine neue Machbarkeitsstudie für das 94,5 Millionen Euro teure Projekt (Stand von 2001) plane. Beteiligt seien daran auch die linksrheinischen Nachbarn, also auch Neuss.

Der Neusser Planungsdezernent Christoph Hölters bestätigt, dass es Gespräche gegeben hat. "Dabei ging es aber erst einmal um die Rahmenbedingungen, also etwa, ob wir uns an der Finanzierung einer solchen Studie beteiligen würden", sagt Hölters. Von der Finanzierung des gesamten Projekts sei noch gar keine Rede gewesen. Angedacht war eine Weiterführung der Linie 81 bis nach Neuss, etwa bis in Hammfeld. Die Nutzung der Trasse auf der Batteriestraße war eine Option, über die nachgedacht wurde. Letzteres allerdings ist laut Hölters vom Tisch. "Die Trasse steht nicht zur Verfügung", sagt der Dezernent.

Erst Studie, dann Fördermittel

Die Flächen für die neue Stadtbahn-Verbindung auf Düsseldorfer Seite werden seit Jahren freigehalten. Brücke oder Tunnel — wie die Querung des Rheins funktionieren soll, ist auch noch offen — würden einige hundert Meter südlich von Mönchenwerth den Fluss queren. In dem Gebiet verläuft die Stadtgrenze Meerbusch-Düsseldorf. Zeitlich wird das Projekt wohl eher mittelfristig realisiert werden können — wenn es denn soweit kommt. Denn nach einer Machbarkeitsstudie muss geklärt werden, wer sich inwiefern beteiligen würde und erst dann kann für das Projekt Geld bei Bund und Land beantragt werden.

Die Stadtwerke Neuss als Betreiber des öffentlichen Personennahverkehrs stünden einer weitergeführten U 81 bis nach Neuss positiv gegenüber. "Wir begrüßen alle Projekte, die die Infrastruktur verbessern", sagt SWN-Sprecher Jürgen Scheer. "Wir fordern die Stadtverwaltung auf, sich weiter für die Linienführung der U 81 nach Neuss zu engagieren, denn nur so können die Interessen von Neuss gewahrt bleiben", kommentiert Roland Kehl Vize-Chef der Neusser Grünen.

Die Grünen erinnern in diesen Zusammenhang an den Ratsbeschluss aus 2009, wo auf deren Antrag hin genau dies beschlossen wurde. "Vor Ort muss beim jetzigen Masterplanverfahren im Bereich Batteriestraße bedacht werden, dass auch weiterhin die Linienführung der U 81 bis ins Hammfeld gewährleistet sein muss", ergänzt die planungspolitische Sprecherin der Grünen, Ingeborg Arndt.

(NGZ)