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Neuss: Feste in Neuss feiern wird teurer

Neuss : Feste in Neuss feiern wird teurer

In Neuss gibt es eine Reihe von Veranstaltungssälen für Schützen, Vereine, Parteien, Firmen und private Feiern. Die meisten Räume lassen sich nicht kostendeckend unterhalten – obwohl Mieter oft vierstellige Summen zahlen.

In Neuss gibt es eine Reihe von Veranstaltungssälen für Schützen, Vereine, Parteien, Firmen und private Feiern. Die meisten Räume lassen sich nicht kostendeckend unterhalten — obwohl Mieter oft vierstellige Summen zahlen.

Wer Feste feiern oder Versammlungen organisieren will, hat in der Quirinusstadt große Auswahl an Räumen. Aber er muss oft vierstellige Summen für Miete und weiteren Service auf den Tisch legen.

Für Veranstaltungen fast jeder Art kann das Zeughaus genutzt werden. In der "guten Stube" von Neuss finden die Patronatstage des Neusser Grenadierkorps genauso statt wie Hochzeiten und Tanzveranstaltungen, etwa zuletzt eine Techno-Party. In der ehemaligen Klosteranlage können bis zu 700 Personen feiern (ohne Bestuhlung), allein das Foyer bietet Platz für 480 Gäste. Für größere Veranstaltungen (bis zu 1103 Personen allein im Saal) kann die Stadthalle gemietet werden.

Beide Örtlichkeiten werden von der Neuss Marketing verwaltet. Die Miete für die Stadthalle liegt bei 1310 Euro pro Tag (ohne Bühnennutzung) oder 1666 Euro. Darin enthalten ist der Service für die Veranstaltungstechnik. Alles andere — von der Beleuchtung über die Tontechnik — müssen extra dazu gebucht werden. Ähnliches gilt für das Zeughaus, wo die Grundmiete für den Großen Saal bei 609 Euro liegt.

Beim Zeughaus muss außerdem selbst für Bewirtung gesorgt werden. "Wir haben die Miettarife nicht erhöht", sagt Geschäftsführer Peter Rebig. Allerdings werde das künftig vielleicht nötig werden, denn Neuss Marketing habe bei der Vermietung der Veranstaltungsräume die Wirtschaftskrise in den Jahren 2009 und 2010 deutlich gespürt, mit einem Rückgang der Veranstaltungen, von allerdings noch "unter zehn Prozent", sagt Rebig.

Seit 2000 ist auch das Foyer des Rheinischen Landestheaters (RLT) als Veranstaltungsraum zu mieten — mit wachsender Nachfrage. 2010 hatte das RLT 50 Veranstaltungen im Haus, und das, obwohl das stets nur möglich ist, wenn eine Vermietung dem Theaterbetrieb nicht im Wege steht. Bis zu 1050 Personen können dort feiern (ohne Bestuhlung). "Die Vermietung ist zu einem nicht unbedeutenden finanziellen Standbein für das Theater geworden", sagt Verwaltungsdirektor Dirk Gondesen.

Je nach Zeit und Aufwand kostet das Foyer zwischen 1000 und 3000 Euro, plus Personal und auf Wunsch Getränkeausschank und Catering. Verwaltet von kirchlicher Seite gibt es für Veranstaltungen das Marienhaus. Die Miete liegt bei 26 Euro pro Stunde (bei größeren Veranstaltungen plus 30 Euro für die Reinigung), mitunter gibt es vergünstigte Pakete. Darin ist alles enthalten, etwa Nutzung der Mikrofonanlage, Allerdings nicht Dekoration und Verpflegung. Bis zu 180 Personen finden im Marienhaus Platz.

Die meisten der Veranstaltungsräume lassen sich nicht kostendeckend betreiben, auch nicht, obwohl es zum Teil, etwa für das Zeughaus, städtische Zuschüsse gibt. Nicht zu mieten ist das Sparkassen-Forum, in dem heute Abend der Oberst zum Empfang bittet. Die Sparkasse stellt das Forum unentgeltlich nur Vereinen und anderen Organisationen wie dem Stadtsportbund "aus der Tradition der Verbundenheit" zur Verfügung.

(NGZ)