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Neuss: Weggefährten erinnern an Irmgard Feldhaus

Neuss : Weggefährten erinnern an Irmgard Feldhaus

Als sein "inneres Zuhause" empfindet der Düsseldorfer Bildhauer Bert Gerresheim bis heute das Clemens-Sels-Museum. Wie es dazu kam, was "die Dame im Turm", also die einstige Leiterin des Museums, Irmgard Feldhaus damit zu tun hat und wie sehr ihn die Begegnung mit ihr beeinflusste und förderte, erzählte Gerresheim im Rahmen eines Podiumsgesprächs im Gartensaal des Neusser Museums. "Weggefährten erinnern sich" war Titel und Thema des Abends, mit dem das Museum der großen Neusser Kunstmäzenin und langjährigen Leiterin des Museums gedachte, fast ein Jahr nach ihrem Todestag am 8. August 2010.

Anlässlich der aktuellen Ausstellung "Von Ensor bis Matisse – Hommage an Irmgard Feldhaus", die jene 50 Werke zeigt, die die engagierte Kunstförderin kurz vor ihrem Tod dem Neusser Haus stiftete, redeten Libet Werhahn-Adenauer, Bert Gerresheim und Gisela Götte mit der Kunsthistorikerin Bettina Zeman darüber, was Feldhaus schuf, was blieb und in welcher Weise es Feldhaus mit Humor, Intelligenz und Offenheit stets gelang, eine kooperative, freundschaftliche Atmosphäre zu schaffen.

"Ich habe von ihr gelernt, wie man sich und andere Menschen begeistern kann", erinnerte sich Libet Werhahn und schilderte die mitreißende Art, mit der es Irmgard Feldhaus stets gelang, die Mitglieder des Kulturausschusses für die Anschaffungen zu gewinnen, die sie für wichtig hielt.

"Sie sammelte logisch und konsequent, breit und repräsentativ vor allem rheinische Maler des Symbolismus" bilanzierte Gisela Götte. Lebhaft berichtete sie von Besuchen bei Irmgard Feldhaus: "Die Wände waren dicht gefüllt, sie lebte mit den Bildern." Alle drei betonten die außergewöhnliche Einheit von Beruf und Privatleben betonte, die ihr stets gelungen sei.

(NGZ)