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Neuss: Schützen kritisieren Sicherheitsauflagen

Neuss : Schützen kritisieren Sicherheitsauflagen

Die Neusser können sich auf ihr großes Schützenfest Ende August freuen. Diese Botschaft hat das Komitee des Neusser Bürger-Schützen-Vereins am Wochenende im Novotel verkündet. "Wir sind gut vorbereitet, so dass auch im 188. Jahr des Bestehens das Fest gut über die Bühne gehen kann", sagte Präsident Thomas Nickel.

Allerdings muss die Stadt das Sicherheitskonzept noch genehmigen. "Wir sind sicher, in den nächsten Tagen die erforderlichen Unterlagen einzureichen", wies der Präsident darauf hin, dass es viele Verschärfungen der Vorschriften gebe. So müsse auch eine Baugenehmigung für das Zelt auf der Wiese beantragt werden. Die Zusatzkosten für Gutachten und Dokumentation werden weit im fünfstelligen Bereich landen. "Wir verstehen die Notwendigkeit eines Sicherheitskonzeptes, allerdings nicht alle Vorschriften, die ohne Kenntnis der schützenfestlichen Abläufe einfach übergestülpt werden", kritisierte Nickel. "Die Brandschutz-Vorgabe, täglich das frisch geschnittene Tannengrün an den Tribünen auf dem Markt zu wässern, weil das für Dekoration in Zelten notwendig sein kann, ist überzogen", nannte er ein Beispiel.

Schriftführer Holger Schöpkens vermeldete ein erneutes Rekord-Regiment von 6951 Schützen und Musiker — ein Plus von 100 Marschierern. Es wird 91 Großfackeln beim Fackelzug geben, "eine sehr gute Zahl, nur im Vorjahr gab es mit 95 mehr Fackeln", so Schöpkens. Zudem stellte er die drei "einmaligen Ehrengäste vor, die am Schützenfest-Sonntag die Königsparade mit abnehmen: Dr. Karl Hans Arnold (Vorsitzender der Geschäftsführung der Rheinisch-Bergischen Verlagsgesellschaft mbH, Holding der Mediengruppe RP), Philip D. Murphy (Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Deutschland) und Dr. Emanuel Prinz zu Salm-Salm (Hochmeister des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften).

Nach Jahren der Stabilität wird das Bier teurer: Das Glas auf der Wiese, die jetzt besser auf Regen vorbereitet wurde, und im Festzelt kostet fünf Cent mehr: 1,50 Euro.

(NGZ)