1. NRW
  2. Städte
  3. Neukirchen-Vluyn

Rheurdt: Kritik am uneinheitlichen Beginn der Weihnachtsferien

Diskussion im Gemeinderat : Rheurdt: Einheitlicher Ferienbeginn wäre besser

Im Gemeinderat gab es Kritik daran, dass Kitas später in die Weihnachtsferien starten müssen als Schulen.

Schulkinder haben am Freitag nächster Woche, dem 18. Dezember, ihren letzten Schultag, bevor für sie die Weihnachtsferien beginnen. Kindergartenkinder haben am Mittwoch danach, dem 23. Dezember, ihren letzten Kindergartentag, bevor für sie die Weihnachtsferien starten. Kindertageseinrichtungen hätten sich eine einheitliche Regelung gewünscht, die zurzeit aber nicht in Sicht ist, so auch die Kindertageseinrichtungen im Ökodorf Rheurdt.

„Die Einrichtungen schließen am 23. Dezember um 16 Uhr“, sagte Ursula Werkman. „Heiligabend dürfen die Kinder Oma oder Opa nicht besuchen, weil sie keine Kurzquarantäne einhalten können.“ Sie ist Verbundleiterin der drei katholischen Kindergärten der Pfarrgemeinde St. Martinus Rheurdt-Schaephuysen-Tönisberg, die von 150 Kindern besuchen werden, in St. Nikolaus in Rheurdt, in St. Hubertus ins Schaephuysen und St. Antonius in Tönisberg. Sie hätte sich eine einheitliche Regelung gewünscht, die aber zwischen dem NRW-Schulministerium von Ministerin Yvonne Gebauer und NRW-Familienministerium von Minister Joachim Stapp nicht vereinbart wurde.

Ursula Werkman war mit diesem Wunsch nicht alleine, als sie im Gemeinderat berichtete, wie sich die Kindergärten auf die Coroanzeit eingestellt hätten, zum Beispiel mit strikter Abgrenzung von Gruppen oder regelmäßigen Coronatests von Erziehern. Auch David Kruss sprach sich in der Ratssitzung für eine einheitliche Regelung aus. Er ist beim Awo-Kreisverband für Kindergärten zuständig, unter anderem für den Awo-Kindergarten Zwergenland an der einstigen Schule am Schulweg in Rheurdt.

Genauso wünschten sich die Ratsmitglieder eine einheitliche Regelung. „Aber wir können am unterschiedlichen Ferienbeginn nichts ändern“, stellte Bürgermeister Dirk Ketelaers fest. Es sei kaum verständlich, wenn zwei Ministerien die für Kinder zuständig seien, sich untereinander nicht absprechen würden.