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Junge Rheurdter setzen sich für Skateanlage ein

Anfrage im Hauptausschuss : Junge Rheurdter setzen sich für Skateanlage ein

Hauptausschuss begrüßte die Anfrage eines Elfjährigen. Kinder und Jugendliche sollen in die Planung einbezogen werden.

Zurzeit fahren Jan Rickers und seine Freunde zur Schule am Schoelkensdyck in Wachtendonk, um auf ihre Skateboards oder Skateroller zu steigen. Oder sie sind mit ihren Brettern am Ackermansfeld in Aldekerk, auf dem Niederberggelände in Neukirchen-Vluyn oder am Schulzentrum in Kamp-Lintfort an Rampen unterwegs. „Das ist sehr umständlich. Es fehlt eine Skateranlage in Rheurdt“, schreibt Jan stellvertretend für „viele Jugendliche aus Rheurdt, die sich auch für das Skaten begeistern“.

Das Schreiben richtete der elf Jahre alte Rheurdter, dessen Großvater Karl-Heinz Rickers Gemeindedirektor und von 1999 bis 2004 Bürgermeister war, im August an den damaligen Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Von diesem wurde er kontaktiert, wie vom Bürgermeisterkandidaten Robert Peerenboom, mit dem er sich traf, um über sein Hobby und seine Wünsche zu sprechen. Da vor der Kommunalwahl am 13. September keine Ausschusssitzungen mehr eingeplant waren und sich nach der Wahl zunächst der neue Rat zu konstituieren hatte, konnte der Hauptausschuss der Gemeinde erst jetzt die Anfrage des jungen Rheurdters besperchen.

Alle Fraktionen begrüßten das Anliegen, in der Gemeinde eine Anlage mit Rampen entstehen zu lassen, auf der Skateboarder, Skateroller und BMX-Radfahrer fahren können. Sie wollen die Jugendlichen in die Planung einbinden, insbesondere über die zwei großen Organisationen, die Jugendarbeit in Rheurdt anbieten: Pfadfinder und Awo. Sie sollen die Jugendlichen befragen, welche Wünsche sie für eine solche Anlage haben.

So leitete der Hauptausschuss die Anfrage an den Ausschuss für Soziales, Jugend, Generationenvernetzung und Inklusion weiter, der als Fachausschuss zuständig ist. Dieser tagt im Februar.

Eine Skateranlage könnte zum Beispiel in der Nähe des Awo-Bahnhofs Rheurdt, in der Nähe des Hallenbads oder an einem anderen Ort entstehen. Wie die Planungen zur neuen Skateranlage in Aldekerk zeigen, können manchmal Standorte aufgrund des Schallschutzes ausgeschlossen werden, obwohl sie günstig liegen. Die Kosten für eine Skateranlage hängen stark von der Größe und der Eigenleistung ab, die von den Aktiven eingebracht wird. Für die kleine Anlage, wie in Aldekerk, sind es zum Beispiel 11.000 Euro.

(got)