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Jugendliche absolvieren kommunalpolitisches Praktikum in Nettetal

Nettetal : Jugendliche erleben, wie Kommunalpolitik geht

42 Schülerinnen und Schüler nahmen am Kommunalpolitischen Praktikum in Nettetal teil.

Die Protestbewegung „Fridays for future“ wird von jungen Menschen getragen. Das Klischee, Jugendliche interessieren sich für alles mögliche, aber nicht für Politik, erst recht nicht Kommunalpolitik, gilt nicht mehr. Die rege Beteiligung am diesjährigen Kommunalpolitischen Praktikum (Kopra-N) in Nettetal zeigt, dass die Jugend an politischen Geschehnissen sehr interessiert ist. 42 Schülerinnen und Schüler nahmen vom 27. November bis zum 11. Dezember erfolgreich an vier Modulen im Rathaus teil und erhielten am Ende ein Zertifikat aus den Händen von Bürgermeister Christian Wagner (CDU).

Nach Werbeveranstaltungen an den Schulen kamen die Teilnehmenden vorab zum Speed-Debating, um in Kleingruppen jeweils zwei Kommunalpolitikern aus den Fraktionen innerhalb von fünf Minuten Fragen zu stellen. So erhielten sie einen kurzen Einblick und konnten anschließend entscheiden, ob sie am Praktikum teilnehmen möchten. Da das Kopra-N nicht in schulische Bereiche eingegliedert ist, ist die Teilnahme durchweg freiwillig.

Nach dem Einblick in die Theorie erprobten die Jugendlichen Politik in einem Planspiel, indem sie die Rollen von Ratsmitgliedern annahmen. Sie diskutierten drei Tagesordnungspunkte zum Thema „Lebensqualität erhalten“, die sich mit dem Klimaschutz befassten, und machten sich so ein Bild davon, wie politische Entscheidungen zustande kommen, wie sie ihre Ziele durchsetzen oder auch, wie ein interfraktioneller Austausch abläuft, um sich auf einen gemeinsamen Kompromiss zu einigen.

Bei der anschließend simulierten Sitzung nahmen verschiedene Fraktionsmitglieder als Zuschauer teil und waren von dem Ehrgeiz der Jugendlichen beeindruckt. Bei den letzten beiden Modulen erhielten die Teilnehmenden schließlich einen Einblick in die Praxis der Kommunalpolitik: Sie nahmen an einer Fraktionssitzung teil und besuchten den Jugendhilfeausschuss, wo ihnen das Zertifikat ausgehändigt wurde.

(RP)