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Moers: Spannende Einblicke in die deutsche Medienlandschaft

Moers : Spannende Einblicke in die deutsche Medienlandschaft

Abschluss der samstäglichen Medienwerkstatt der SPD war eine hochkarätige Podiumsdiskussion mit Politikern und Journalisten.

Der freie Zugang zu Informationen ist ein wichtiges Gut, und nicht in jedem Land gewährleistet. Nicht umsonst werden in Deutschland die Medien oftmals als "vierte Gewalt" neben Legislative, Exekutive und Judikative bezeichnet, denn hier sollen die Medien die Bürger informieren und so zur Meinungsbildung beitragen. Am Samstag hatten die SPD Ortsvereine Rheinkamp und Moers gemeinsam zu einem Medienworkshop eingeladen. Und der bot eine Vielfalt spannender Einblicke.

Die Reise durch die Medienlandschaft startete mit einem Rückblick auf die Geschichte der Medien. Von den Schreibtafeln der Antike über die Minnesänger der frühen Neuzeit und die Erfindung des Buchdrucks, der Grundlage für die Verbreitung politischer Meinungen war, und weiter über die Lockerung der Zeitungszensur durch Friedrich Wilhelm. Entscheidend für die Geschichte der Zeitungen in Westdeutschland war es, dass die dortigen Besatzungsmächte nach dem Zweiten Weltkrieg Zeitungslizenzen an Einzelpersonen vergaben, bei der sowjetischen Besatzungsmacht im Osten hingegen nur Parteien Lizenzen erhielten.

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Ein wichtiger Schritt für unsere heutige Pressefreiheit. Denn das öffentlich-rechtliche System, wie wir es kennen, ist in Deutschland und Großbritannien einzigartig. In anderen Ländern Europas, insbesondere im Osten, bedeute "öffentlich-rechtlich" auch gleich "Staatsfernsehen", wie Marc Jan Eumann, Staatssekretär bei der Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien NRW, in seinem Impulsvortrag erklärte. Höhepunkt des Workshops war die Podiumsdiskussion, die neben Eumann mit weiteren hochkarätigen Teilnehmern besetzt war: Petra Kammerevert (Mitglied des Europäischen Parlamentes und im Kulturausschuss zuständig für Kultur, Medien, Jugend), Siegmund Ehrmann (Mitglied des Bundestags, Sprecher der SPD-Arbeitsgruppe Kultur und Medien), Barbara Grofe (Journalistin und stellvertretende Redaktionsleiterin der Rheinischen Post in Moers), Michael Passon (Journalist und Redaktionsleiter der NRZ/WAZ in Moers) und als Moderator Markus Lewitzki vom Ortsverein Rheinkamp.

Die Redner waren sich darin einig, dass, je komplexer die Welt wird, es für die Menschen umso wichtiger sei, zu wissen, was das für sie vor Ort eigentlich bedeute. Deshalb müsse auch Europapolitik aus der Brille von Moers aus betrachtet werden.

(cobr)