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Politik wünscht sich zweites Impfzentrum in Moers

Versorgung im Kreis Wesel : Politik wünscht sich zweites Impfzentrum in Moers

Das Mehrheitsbündnis im Stadtrat schlägt die Eishalle als Standort vor. Auch die CDU fordert eine zweite Impfmöglichkeit auf der linken Rheinseite, verweist aber auf die vom Land vorgegebenen Bedingungen.

Am 1. Februar nehmen die 53 Impfzentren in NRW – darunter auch jenes in der Weseler Niederrheinhalle – den Betrieb auf. Das hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein mitgeteilt. Ab diesem Datum werden zunächst Bürger geimpft, die im Januar 80 Jahre oder älter sind, zu Hause leben und noch mobil sind. Sie sollen im Laufe der kommenden Woche über ihre Kommune einen Brief mit Informationen zum Ablauf der Impfung erhalten. In diesem Schreiben wird eine kostenlose 0800-Rufnummer sowie eine Webadresse mitgeteilt, unter der Über-80-Jährige Termine für die Erst- und Zweitimpfung in einem nahegelegenen Impfzentrum vereinbaren können. Die Termine werden wiederum schriftlich bestätigt. 

Unterdessen wird in Moers weiter über ein zweites – linksrheinisches – Impfzentrum für den Kreis Wesel diskutiert. In einem gemeinsamen Antrag mit ihren Partnerfraktionen Bündnis 90/Die Grünen, Die Grafschafter, Die Fraktion und Linke Liste fordert die SPD die Moerser Stadtverwaltung jetzt explizit auf, eigene Standorte für ein mögliches zweites Impfzentrum im Kreis Wesel zu benennen. Konkret wird die Eishalle als Räumlichkeit vorgeschlagen. Darüber hinaus, heißt es, solle die Stadt ein Konzept für die Impfstoffversorgung der Generation 80Plus sowie für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen erarbeiten.

 „Wir haben als Rat gemeinsam beschlossen, dass wir ein Impfzentrum linksrheinisch erwarten“, sagt SPD-Fraktionschef Atilla Cikoglu. „Es kann aber nicht sein, dass die größte kreisangehörige Kommune im Kreis es bisher nicht geschafft hat, dem Kreis Wesel und dem Land einen Standort anzubieten.“

Auch die CDU fordert eine zweite Impfmöglichkeit auf der linken Rheinseite. „Als Fraktion unterstützen wir ausdrücklich die Suche nach einem geeigneten Standort auf Moerser Gebiet, allerdings ist es nicht so einfach, wie es hinlänglich gedacht wird“, sagt Fraktionschefin Julia Zupancic. „Der Kreis muss jetzt – nicht zuletzt wegen der richtigen Impfstoff-Lagerung – prüfen, wo die vom Land vorgegebenen Bedingungen für ein Impfzentrum in Frage kommen. Das liegt nicht in unserer Hand, diese Entscheidung kann keine Stadt im Kreis treffen!“ Die Diskussion könne also nicht innerhalb der Stadt geführt werden, betont Zupancic. „Aber wir können darauf hinweisen und haben deutlich adressiert, dass wir einen Standort auf Moerser Gebiet ausdrücklich wünschen!“