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Corona im Kreis Kleve: Impfzentrum in Kalkar startet am 1. Februar

Corona im Kreis Kleve : Impfzentrum in Kalkar startet am 1. Februar

Mehr als 3000 Menschen werden Ende der Woche im Kreis Kleve geimpft sein. Anfang Februar soll dann auch der Betrieb des Impfzentrums starten. Impflinge werden schriftlich verständigt, Anmeldungen ab 25. Januar möglich.

Die Kassenärztliche Vereinigung  hat den Marschbefehl für die Impfzentren in NRW gegeben. Ab dem 1. Februar nehmen die landesweit 53 Einrichtungen ihren Betrieb auf. Für 26 davon ist die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) zuständig, darunter befindet sich auch das Impfzentrum des Kreises Kleve am Wunderland Kalkar. Das Zentrum in der Hansehalle Grieth ist bereits seit Mitte Dezember einsatzbereit. Drei Tage Vorbereitung benötigt man dort, um es hochzufahren.

Ab dem 1. Februar werden zunächst Menschen im Kreis Kleve geimpft, die im Januar 80 Jahre oder älter sind, zu Hause leben und noch mobil sind. Sie sollen im Laufe der kommenden Woche über ihre Kommune einen Brief des NRW-Gesundheitsministers Karl-Josef Laumann mit Infos zum Ablauf der Impfung erhalten, wie es von der KVNO heißt. In diesem Schreiben werde eine kostenlose Rufnummer sowie eine Internetadresse mitgeteilt, unter der die Über-80-Jährigen Termine für die Erst- und Zweitimpfung vereinbaren können. Die Termine werden wiederum schriftlich bestätigt.

Die Terminvergabe beginnt am 25. Januar, sowohl telefonisch als auch online. Die Internetadresse wird noch bekanntgegeben. Zunächst haben ausschließlich über 80-Jährige Anspruch auf einen Impftermin, die das Informationsschreiben des NRW-Gesundheitsministers erhalten haben. Sie sollen „in kleinen Schritten mit den derzeit zur Verfügung stehenden Impfdosen versorgt werden“, wie es in einer Mitteilung heißt.

Die KVNO weist darauf hin, dass alle, die laut Corona-Impfverordnung nicht zu dieser Gruppe gehören, nicht anrufen sollen, ehe auch für sie die Terminvergabe startet. Darüber werde rechtzeitig informiert. „Sonst wird die Telefon-Hotline bei der zu erwartenden Zahl an Anrufern trotz gewaltiger Kapazitäten zum Nadelöhr“, sagt Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KVNO. „Wir wollen unbedingt vermeiden, dass die Nummer zu Beginn überlastet wird und Impfberechtigte deshalb womöglich nur schwer Termine vereinbaren können. Daher raten wir auch zur Online-Buchung“, so König. 

„Ich bin froh, dass es in den Impfzentren endlich losgehen kann. Wir sind vorbereitet. Die Impfung ist der wichtigste Schritt zur Überwindung der Corona-Pandemie“, sagt Vorstandsvorsitzender Frank Bergmann. Der KVNO-Chef weist aber darauf hin, dass die Impfung ein Marathon werde. „In den Impfzentren können zunächst nur die über 80-Jährigen geimpft werden. Die Impfstoffmengen reichen demnach für etwa 85.000 Menschen pro Woche in Nordrhein-Westfalen.  „Alle, die geimpft werden möchten, werden einen Termin bekommen – aber nicht alle im Februar oder Anfang März. Wir können aufgrund der derzeit verfügbaren Impfstoffmengen nur nach und nach impfen. Die Impfung allein der über 80-Jährigen wird voraussichtlich bis Mitte April dauern“, sagt Bergmann. „Aufgrund der absehbar großen Nachfrage aus dieser Gruppe empfehlen wir die Online-Buchung der Impftermine. Dabei können und sollten die jüngeren Familienmitglieder helfen.“

Seit dem 27. Dezember werden zunächst die besonders gefährdeten Bewohner sowie die Beschäftigten in Senioren- und Pflegeheimen gegen das Coronavirus geimpft. Diese Aufgabe will die KVNO bis Ende des Monats weitgehend geschafft haben, wie sie sagt. Nach ihren Angaben sollen im Kreis Kleve bis Ende dieser Woche 3121 Impfdosen in insgesamt 29 Altenpflegeheimen verabreicht worden sein. Am Mittwoch waren Einrichtungen in Rees-Millingen, Issum, Kalkar, Uedem, Kleve, Bedburg-Hau, und Winnekendonk an der Reihe. Am Donnerstag und Freitag kommen weitere in Kleve, Kalkar und Geldern hinzu.