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Start: Senioren über 80 Jahre werden angeschrieben.

Ratinger Senioren : Am 1. Februar geht’s los: Impfen mit Termin

In den nächsten Tagen werden alle Senioren über 80 Jahre (in Ratingen sind das rund 8.000) durch das Kreisgesundheitsamt persönlich angeschrieben. Die RP beantwortet die wichtigsten Fragen im Vorfeld der Impfungen.

Bald ist es soweit: Ab 25. Januar können alle Senioren über 80 Jahre einen Termin im Impfzentrum des Kreises Mettmann in Erkrath-Hochdahl vereinbaren. Die Impfungen sollen dann am 1. Februar beginnen. Dies teilte die Stadt jetzt mit.

In den nächsten Tagen werden alle Senioren in dieser Altersgruppe (in Ratingen sind das rund 8.000) durch das Kreisgesundheitsamt persönlich angeschrieben. In dem Schreiben wird umfassend über die Corona-Schutzimpfung informiert. In den nächsten Wochen wird eine Impfung ausschließlich im Impfzentrum in Hochdahl möglich sein. Zu einem späteren Zeitpunkt sind auch Impfungen in Hausarztpraxen geplant, wann dies der Fall sein wird, ist jedoch noch nicht absehbar. Das wird davon abhängen, wann weitere Impfstoffe zugelassen und geliefert werden können.

Wer so lange nicht warten möchte, muss also den Weg nach Hochdahl einschlagen. Von einem zweiten möglichen Impfzentrum, das in Ratingen stehen könnte, ist in der aktuellen Mitteilung der Stadt nicht die Rede. Zuletzt hatte sich der Seniorenrat in einem Schreiben an Bürgermeister Klaus Pesch dafür stark gemacht (die RP berichtete).

 Für Senioren, die nicht mobil genug sind, um allein ins Impfzentrum zu fahren, und auch niemanden haben, der ihnen dabei helfen kann, sucht die Stadt aktuell nach einer eine praktikablen Lösung. Die Prüfung einer möglichen Härtefalllösung sei jedoch noch nicht abgeschlossen, heißt es.

Bisher werden nur Bewohner von Senioreneinrichtungen geimpft. Mobile Teams des Kreisgesundheitsamtes und der Kassenärztlichen Vereinigung suchen Heime im gesamten Kreis Mettmann auf und impfen die Bewohner, die das wollen.

Wer wird zuerst im Impfzentrum in Erkrath-Hochdahl geimpft? Das Bundesgesundheitsministerium hat die Reihenfolge überwiegend nach Gesundheitsrisiken festgelegt. Als erste sollen Menschen ab 80 Jahren geimpft werden.

Braucht man einen Termin, um in Hochdahl geimpft zu werden?

Unbedingt. Eine Impfung ohne vorher vereinbarten Termin ist nicht möglich.

Wie vereinbart man einen Termin?

Eine Terminvereinbarung ist ab dem 25. Januar möglich, und zwar bevorzugt online unter www.116117.de. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-116 117 01 können ebenfalls die beiden Impftermine vereinbart werden. Denn um die volle Wirkung zu erzielen, muss die erste Impfung nach einigen Wochen durch eine zweite vervollständigt werden. Die Impfung ist kostenlos.

Gibt es eine Impfpflicht?

 Nein. Zum eigenen Schutz und zur wirksamen Bekämpfung der Corona-Pandemie ist es aber sehr wichtig, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen.

Wie gut wirken die Impfungen?

 Impfungen mit den bisher zugelassenen Impfstoffen schützen gemäß Studien während des Zulassungsverfahrens mit einer etwa 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit mindestens vor einer schweren Erkrankung an Covid-19. Ob sie auch eine Ansteckung verhindern, ist noch nicht endgültig geklärt. Die Wirkung kann als sehr gut bezeichnet werden.

Sind Nebenwirkungen bekannt?

Gravierende Nebenwirkungen traten bei den bisherigen Impfungen nicht auf, lediglich harmlose Impfreaktionen wie zum Beispiel Rötungen und Druckgefühl an der Einstichstelle. Solche leichten Symptome sind auch von den erprobten Impfungen gegen Influenza (Grippe) bekannt. Sehr selten wurden allergische Reaktionen beobachtet bei entsprechend sensiblen Personen.

Warum müssen in der ersten Phase alle Impfwilligen im Kreis Mettmann nach Erkrath-Hochdahl fahren, um sich impfen zu lassen?

 Weil es in der ersten Phase nicht ausreichend Impfstoff für die Gesamtbevölkerung gibt und weil die Impflogistik anspruchsvoll ist. Bei jeder Impfung muss ein ärztliches Beratungsgespräch geführt werden, nur Fachpersonal darf impfen, und die Organisation und die Verwaltung des Impfvorgangs müssen auch gewährleistet sein.  Besonders anspruchsvoll sei in der ersten Phase die Handhabung des zunächst wichtigsten Impfstoffs von Biontech/Pfizer, der bis kurz vor der Verimpfung bei minus 70 Grad gekühlt werden müsse, erklärte die Stadtverwaltung.

Ab wann kann in Hausarztpraxen geimpft werden?

 Das ist völlig offen und hängt entscheidend von der Zulassung weiterer Impfstoffe sowie von den weiteren Lieferungen ab. In den Praxen kann frühestens dann geimpft werden, wenn unkompliziert handhabbare Impfstoffe in ausreichenden Mengen vorliegen.

Wo genau liegt das Impfzentrum?

Die Adresse lautet: Timocomplatz 1, 40699 Erkrath. Das liegt ca. 600 Meter vom S-Bahnhof Erkrath-Hochdahl entfernt.

Wie ist das Impfzentrum zu erreichen?

Nach Angaben der Stadt mit dem Auto sind es von Ratingen Mitte aus rund 15 Kilometer, die Fahrtzeit beträgt rund 20 bis 25 Minuten. Mit Bus und Bahn dauert die Fahrt ab Ratingen-Mitte etwa eine Stunde (entweder Buslinie 749 nach Mettmann und weiter mit 741 nach Hochdahl oder S-Bahn-Linie S8, zu der verschiedene Umsteigemöglichkeiten in Düsseldorf bestehen).