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Enni rät: Damit’s nicht stinkt, die Biotonne einen Spalt offen lassen

Moers : Damit’s nicht stinkt: Biotonne einen Spalt offen lassen

Bei der gegenwärtigen Hitze sollten die Deckel von Biotonnen nicht ganz geschlossen werden, rät die Enni. Vor allem feuchte Küchenabfälle fangen bei Wärme schnell an zu gären und zu stinken. Haben Fliegen ihre Eier auf den Bioabfällen abgelegt, finden die Larven in dem feucht-warmen Klima ideale Lebensbedingungen.

Wer das vermeiden will, sollte die Biotonne immer an einem kühlen, schattigen Platz aufstellen. Zudem sollten Nutzer den Behälterboden mit Zeitung auslegen und auch zwischen die Abfälle Zeitungen oder Äste einschichten. „Das saugt die Feuchtigkeit auf und verhindert die schnelle Gärung“, sagt Claudia Jaeckel, Abfallexpertin der Enni Stadt & Service.

Rund 17.000 Moerser Haushalte nutzen Biotonnen. Pro Jahr landen darin in Moers rund 7500 Tonnen Küchenabfälle wie Gemüse-, Salat- und Brotreste oder Gartenabfälle wie Rasen-, Baum-, Strauch- und Heckenschnitt. Auch kompostierbare Stoffe wie Haare, Federn, Holzwolle, Küchenkrepp und Sägemehl sind in den braunen Tonnen gut aufgehoben. Im Sommer können Fliegen und Maden dort aber die Vorherrschaft übernehmen. Feuchte Küchenabfälle in Zeitung einzuwickeln, das kann bereits Wunder wirken. „Dann können Fliegen ihre Eier nicht so leicht ablegen“, weiß Jaeckel. Sie rät dazu, Speisereste im Sommer schnellst möglich und somit eventuell auch über die Restabfalltonne zu entsorgen.

Besonders empfiehlt die Abfallexpertin aber, die Tonne immer gut zu lüften: „Einfach ein Stöckchen einklemmen, damit der Deckel nicht ganz schließt.“ Wer zudem das Angebot der zweiwöchentlichen Abfuhr nutzt, kann den unliebsamen Bewohnern den Garaus machen. Ganz ausbürgern lassen sie sich bei Temperaturen jenseits der 30 Grad aber nicht. Helfer sind dann Gesteinsmehl oder gelöschter Kalk. Beides ist im Gartenfachhandel erhältlich. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, sollte vor allem den Rand der Biotonne regelmäßig mit Essigwasser abspülen und den alljährlich im Herbst angebotenen Service der Biotonnenreinigung nutzen. „Über den jeweiligen Reinigungstermin informieren wir alle Anwohner rechtzeitig über einen Biotonnenanhänger“, kündigt Jaeckel an.