Auf dem Kunstpfad zu den Künstlern in Moers-Repelen

Kunst in Moers : Auf dem Kunstpfad zu den Künstlern in Repelen

Der Jungbornpark in Repelen lockt Besucher aus Moers und Umgebung an und erinnert an die Zeit, als Repelen Kurort war. Viele Besucher gehen dort über den Barfußpfad, spüren unter ihren Füßen Materialien wie Splitt, Kies und Rindenmulch.

Als vor fünf Jahren einige Künstler beschlossen, einmal im Jahr ihre Ateliers für Besucher zu öffnen, erklärten sie die Route zwischen den einzelnen Ateliers, die alle in der Nähe des Jungbornparks liegen, zum „Kunstpfad“, auf dem man zu Fuß die einzelnen Veranstaltungsorte in kurzer Zeit erreichen kann. Und so können sich auch in diesem Jahr Kunstinteressierte an den Ergebnissen verschiedener Maltechniken, an Skulpturen aus ganz unterschiedlichen Materialien sowie an Fotokunst erfreuen. Interessante Gespräche werden sicherlich auch wieder auf der Tagesordnung sein. Schöne Gärten gibt es auch zu sehen. Jutta Vogelsberger präsentiert Werke aus Eisen und Beton, Hartschaum und Glas. Der menschliche Körper ist ihr ein wichtiges Thema, so widmet sie sich in einigen ihrer Serien einzelnen Merkmalen des Gesichts, die sie vergrößert und in der ihr eigenen Weise darstellt. Der Garten, der gleichzeitig auch Ausstellungsraum ist, wird durch die Figuren zu einem verzauberten kleinen Paradies.

Am Jungbornpark 204 findet man die kleine Galerie und Malschule von Marin Epding und Gabi Lusch.
Gabi Lusch malt mit unterschiedlichen Techniken auf verschiedenen Untergründen. Gerne gibt sie dem Zufall anfangs viel Raum, über diesen Weg entwickeln sich vielfältige Bilder. Dafür nutzt sie Maltechniken wie Spachteln, Sgraffito, Druck- und Abwaschtechniken etc. Mit Pixeln, Farbe, Spachtel, Feder, Pinsel und Vektoren arbeitet im gleichen Hause Martin Epding, seit mehr als 30 Jahren im grafischen Bereich tätig. Der Künstler befasst sich in der Ausstellung mit kontemplativen Strukturanalysen. Im Garten der Felkestraße 21 findet man die Künstler Walter Braß und Anna Soremsky. Für Anna Soremskys Skulpturen sind klare Linien und Formenstrenge typisch. Ausgehend von Stein-, Beton- und Tonarbeiten verarbeitet sie heute auch Styropor, Draht, Metall und Papiermaché. Walter Braß bearbeitet Stahl mit Winkelschleifer, Schweißgerät und Plasmaschneider. Dabei entstehen abstrakte Skulpturen – in letzter Zeit farbig akzentuierte Gesichter und dünne Körper.

Samstag, 1. Juni, 14 bis 18 Uhr, Sonntag, 2. Juni, 11 bis 18 Uhr. Eintritt frei. www.kunstpfad-moers.de

(RP)
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