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Mönchengladbach: Textil-Technikum ist Teil der Industrieroute Rheinschiene

Mönchengladbach : Textil-Technikum ist Teil der Industrieroute Rheinschiene

Das Textil-Technikum im Monforts-Quartier an der Schwalmstraße ist jetzt Teil von 30 Standorten auf der "Industrieroute Rheinschiene", die touristisch erschlossen werden soll. Das mit Mitteln des Landes und des LVR geförderte Projekt geht auf eine gemeinsame Initiative des Rheinischen Industriemuseums des LVR, des Vereins Industriekultur Düsseldorf, des Vereins Rheinische Industriekultur Köln und des Textil-Technikums zurück. Karlheinz Wiegmann, Leiter des Städtischen Museums Schloss Rheydt, stellte das Projekt jetzt im Kulturausschuss vor.

"Die neue Industrieroute Rheinschiene macht nun Industriekultur entlang des Rheins zwischen Bonn und Wesel erlebbar. Sie soll industrielle Tradition und Gegenwart stärker ins öffentliche Bewusstsein rücken. Ausgewählt wurden elf Themen mit 30 Standorten, welche die typischen Industriebranchen wie Eisen und Stahl, Textil, Papier oder Chemie widerspiegeln. Da der Rhein als Verkehrsader der Region ihre Prägung verleiht, dürfen die Rheinhäfen oder Rheinbrücken nicht fehlen. Mit dabei ist das Monforts-Quartier, stellvertretend für die Textilregion Mittlerer Niederrhein", so Wiegmann. Die Industrieroute Rheinschiene soll Interessenten die einfache Erschließung der historischen und modernen Industriestandorte ermöglichen. Daher war eine vorhandene touristische Infrastruktur ein wichtiges Auswahlkriterium. In der Regel sind Besichtigungen möglich, es bestehen gastronomische Angebote. "Niemand muss also befürchten, bei einem Ausflug zu einer der Fabriken und Industriestandorte lediglich verschlossene Werkstore vorzufinden", erläutert Wiegmann.

Ein großer Faltplan, erhältlich im Monforts-Quartier und im Schloss Rheydt, informiert über die neue Industrieroute. Derzeit arbeiten die Macher an der digitalen Version für Web und Handy. Für das nächste Jahr ist die weitergehende Ausschilderung der einzelnen Orte vorgesehen. Perspektivisch sollen diese als Ausgangspunkt für weitere Entdeckungstouren vor Ort dienen. "Denkbar ist beispielsweise eine eigene Mönchengladbacher Textilroute, die unter anderem mit dem Rad erfahren werden kann", warf er einen Blick in die Zukunft.

(isch)