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Mönchengladbach: Ein riesiges Wespennest als Kunstwerk

Kurioser Fund in Mönchengladbach : Ein riesiges Wespennest als Kunstwerk

60 Zentimeter breit und 30 Zentimeter hoch – diesen Palast hatte sich ein Wespenvolk im Schuppen der Brüder Küppers gebaut. Sie bedauern, dass die Nachbarschaft nun vorbei ist.

Das riesige Wespennest, das da auf dem Grundstück der Gebrüder Küppers an der Kuckumer Straße in Wanlo wuchs, war fast ein Kunststück. Der ansehnliche Bau hatte seinen Stammplatz zwischen Eingangstür und rechter Wand des Fahrrad- und Geräteschuppens. Ein plötzlicher Windstoß bereitete dem Wespennest ein Ende, es fiel zu Boden.  Nur noch zwei erhaltene Bauteile deuteten die ursprüngliche Größe an, bevor alles zerbarst.

Am Mittwoch vergangener Woche sah das noch anders aus. Die Brüder Kurt und Helmut Küppers berichteten „von einem unfassbar großen Wespennest“. Kurt Küppers erzählt: „In der Größe und im Aufbau ist das ein echter Hingucker, quasi ein Kunstwerk.“ Bruder Helmut ergänzt: „60 Zenimeter im Durchmesser und 30 Zentimeter hoch, fast zu schade, um es zu entfernen.“  Doch den Wespenpalast hielt es angesichts der herbstlichen Luftzüge auf dem Wanloer Land nicht mehr lange an seinem Platz.

 Auch aus der Nähe wirkt der riesige Wespenpalast wie ein Kunstwerk.
Auch aus der Nähe wirkt der riesige Wespenpalast wie ein Kunstwerk. Foto: Reichartz,Hans-Peter (hpr)

„Schade“, meinen die beiden Brüder, es sei schließlich ein gutes Miteinander gewesen. Die Wespen hätten im Sommer anständig gearbeitet, wären aber zu keiner Zeit eine Bedrohung für die Familie gewesen. Sie schätzen die Koloniegröße auf einige Tausend Arbeiterinnen.

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Lebende Wespen werden nicht entdeckt. Die Erfahrung lehrt, ein Wespenvolk lebt nur vom Frühjahr bis zum Herbst. Wer also in den Wintermonaten ein Wespennest findet, wird feststellen, dass es unbewohnt ist, das wissen auch die Brüder. Zur weiteren Beruhigung gilt: Ein altes Nest wird nicht wieder besiedelt.