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Handball-Oberliga: Borussia Mönchengladbach verliert überraschend, Siege für Lobberich und Geistenbeck

Handball-Oberliga : Borussia verliert überraschend, Siege für Lobberich und Geistenbeck

Borussia Mönchengladbach hat in der Handball-Oberliga mit 25:26 unerwartet gegen den VfB Homberg verloren, ganz zum Ärger von Coach Ronny Rogawska. Dagegen feierten der TV Lobberich und der TV Geistenbeck zwei verdiente Siege.

Der TV Geistenbeck hat sich endgültig in der Oberliga etabliert. Durch einen 30:27 (14:10)-Erfolg über Mettmann-Sport kletterten die Schützlinge von Trainer Thomas Laßeur auf den vierten Tabellenplatz. Nach anfänglichem Abtasten und einem Zwischenstand von 6:6 zur Mitte der ersten Halbzeit, übernahmen die Hausherren das Kommando. Die Deckung mit einem erneut glänzend aufgelegten Florian Nordmann im Tor wurde von Minute zu Minute stärker und im Angriff wurden die taktischen Maßnahmen umgesetzt. Mit schnellem Spiel wurde die Mettmanner Abwehr in Bewegung gebracht und die eigenen Außenspieler in gute Wurfpositionen.

Insbesondere Linksaußen Robin Hettrich wusste zu überzeugen, der sieben seiner elf Treffer in den ersten 30 Minuten erzielte. Bis zur 46. Minute zogen die Hausherren auf 22:15 davon und es sah bereits nach einer Vorentscheidung aus. Dann stellte Mettmann jedoch die Deckung um und Geistenbeck verlor die Konzentration. In der 57. Minute hieß es dann nur noch 26:25. In dieser Phase übernahm dann Jens Hermanns Verantwortung und führte seine Farben noch zu einem verdienten Sieg. „Hinter heraus haben wir es dann noch clever gelöst“, freute sich Laßeur. „Die Mannschaft hat ihre Coolness bewahrt. Allerdings waren wir es auch selber Schuld, dass Mettmann noch einmal aufgekommen ist.“ Die Torschützen des TV Geistenbeck: Hettrich (11/8), Hermanns (5), Schimanski, Hüpperling, A. Meißner (je 3), Krücken, Reinartz (je 2) und D. Meißner.

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Der TV Lobberich kann doch noch vor eigenem Publikum gewinnen, denn der 22:18 (13:7)-Erfolg gegen den TSV Aufderhöhe war auch gleichbedeutend mit dem ersten Heimsieg in dieser Saison. Der TVL zeigte schnell und deutlich auf, dass er nicht gewillt war, an diesem Spieltag etwas liegen zu lassen. Die Abwehrarbeit, mit den umsichtigen Richard Pasch und Alexander Hankmann im Innenblock, war vorbildlich und Torhüter Gian-Luca Lasnig ließ sich mit Paraden auch nicht lumpen. Die Gäste standen vor einem großen Rätsel, ohne eine Antwort zu finden. Und so war nach wenigen Minuten mit einem 8:1-Zwischenstand die Messe quasi schon gelesen. Im Angriff stellte Walter Mattes sein Können unter Beweis. Gerade im 1:1-Verhalten narrte der 19-Jährige seine Gegenspieler immer wieder. Zu erwähnen aber auch Benedikt Liedtke, der sich seit Wochen in überragender Form befindet und in gerade einmal 30 Minuten, die er auf dem Parkett war, acht Tore erzielte. „Benedikt ist wohl in der Form seines Lebens“, freute sich Bruder und Trainer Christopher Liedtke. Der TVL war über die gesamte Partie deutlich überlegen, was der Trainer auch nutzte, um seinen jüngeren Spieler einmal mehr Spielanteile zukommen zu lassen. Die Torschützen des TV Lobberich: B. Liedtke (8/1), Mattes (5), Dorenbeck (3), von Eycken (3/3), Mähler, Falk und Hankmann.

Völlig unerwartet kassierte Borussia Mönchengladbach mit 25:26 (12:13) beim VfB Homberg die erste Saisonniederlage. „Damit habe ich natürlich überhaupt nicht gerechnet“, ärgerte sich der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska nach dem Schlusspfiff. „Aber im Sport ist eben alles möglich. Oder hätte jemand gedacht, dass die Gladbacher Fußballer in der Bundesliga gegen Freiburg mit 0:6 verlieren?“ Es passte an diesem Tag nicht viel zusammen: Homberg kämpfte, als wenn es die letzte Chance wäre, irgendetwas zu erreichen und die Gäste nahmen die Aufgabe eher locker. Aber das sollte nicht reichen, auch wenn eine Vielzahl von Chancen herausgespielt wurden. Werden diese jedoch am Ende nicht genutzt, gibt es ein böses Erwachen. Enttäuschend war, dass der große Favorit zu keinem Zeitpunkt Lösungen parat hatte, um den Homberger Abwehrriegel zu knacken. „Dieses Spiel muss für uns eine absolute Warnung sein“, sagt der Mönchengladbacher Trainer. „Lassen wir in unserer Konzentration nach, dann können wir eben nicht gewinnen. Schon vor dem Anpfiff gewonnen zu haben, ist wohl die schlechteste Einstellung.“ Auch das Fehlen von Heider Thomas und Paul Lipok ließ Rogawska nicht als Entschuldigung gelten. „Wir haben die Möglichkeiten, diese Ausfälle zu kompensieren, waren heute allerdings dazu nicht in der Lage.“ Die Torschützen von Borussia Mönchengladbach: Vonnnahme (6), Mergner, Weis (je 4), Aust (3), Panitz (3/3), Prinz (2), Akuinor (2/1) und Berner.