Mönchengladbach: Check-In-Berufswelt hilft Schülern

Entscheidungshilfe für Schüler : Check-In: Einblick in die Berufswelten

972 Schüler haben in diesem Jahr an der Berufsorientierung teilgenommen. Sie zogen insgesamt eine positive Bilanz.

Am 1. Juli haben 972 Mönchengladbacher Schülerinnen und Schüler aus unterschiedlichen Schulformen einen Nachmittag lang Auszubildenden, Handwerkern und Mitarbeitern verschiedener Firmen über die Schulter geschaut, sie informierten sich über Jobs und Arbeitsabläufe, über duale Ausbildungen und Studiengänge und gewannen einen guten Einblick in die Arbeitswelt. Eingeladen hatte die Check-In-Berufswelt.

Seit zehn Jahren gibt es den Ccheck-In-Tag. Auf der Bilanz-Pressekonferenz Check-In-Berufswelt 2019 am vergangenen Montag blickten der Beigeordneter Gert Fischer und Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein auf die Ergebnisse des diesjährigen Check-In-Tages zurück.

Mit 972 Teilnehmerinnen und Teilnehmern gab es 49 mehr Interessierte als im Jahr 2018. 42 Unternehmen öffneten ihre Türen für die Schülerinnen und Schüler. „Check-In bleibt ein Erfolgsmodell, ein kontinuierliches und nachhaltiges Instrument der Berufsbildung“, betonte Jürgen Steinmetz. Dieses Instrument stelle einen Kontakt auf Augenhöhe zwischen den Schülerinnen und Schülern und den Betrieben her. Außerdem: „Unkompliziert und unbürokratisch werden die Türen geöffnet.“

Auch Gert Fischer zeigte sich sehr zufrieden mit der Aktion: „Check-In funktioniert,“ stellte er fest. 2018 und 2019 haben nicht nur Schulen an der Berufsorientierung teilgenommen. Vielmehr ist die Industrie- und Handelskammer verstärkt auf Sportvereine zugegangen. „Hier kommen wir gezielt an Jugendliche heran, bei denen wir für eine duale Ausbildung werben können“, so Steinmetz. Christian Neuenhaus ist Trainer des SC Hardt 19/31. „Die Jugendlichen haben keine Ahnung, was sie machen sollen. So ein Berufsorientierungstag ist eine wichtige Maßnahme.“

Sechs Schulen aus Mönchengladbach wurden von der IHK hervorgehoben: die Realschule an der Niers, das Gymnasium am Geroweiher, die Gesamtschule Espenstraße, das Maria-Lenssen-Berufskolleg, die Hauptschule Heinrich Lersch und das Weiterbildungskolleg Linker Niederrhein Abteilung Mönchengladbach. Sie haben sich durch ihr besonderes Engagement bei der Vorbereitung und Durchführung von Check-In--Berufswelt ausgezeichnet, haben Schülerinnen und Schüler, Schulkonferenzen, Kollegen und Eltern ausführlich informiert. Ihre Vertreter waren zur Vorstellung eingeladen, und sie erhielten die Möglichkeit, ihren Eindruck des Berufsorientierungstages zu schildern.

Die Einführungsstufe des Gymnasiums Geroweiher gehe geschlossen zur Berufsorientierung, so Rosel Bever. Positiv empfand sie, dass die Schülerinnen und Schüler mit vielen Firmen sprechen konnten. Einen Kritikpunkt nannte die für Studien- und Berufsorientierung zuständige Lehrerin: Die Unternehmen präsentierten sich oft allzu langweilig. Ein Gegenbeispiel dafür hatte Sabine Maes, Lehrerin am Weiterbildungskolleg Linker Niederrhein, zur Hand: „Bei uns war es hervorragend. Wir durften eine Fehlersuche bei einer Mechatronic-Aanlage durchführen und ein Organigramm erstellen.“

Das Fazit von Sandra Ryssel von der Realschule an der Niers war kurz und knapp: „Klasse. Bitte weitermachen.“

Das Berufsfeld erkunden, die Azubis kennenlernen und mit ihnen reden zu können, das sei für seine Schülerinnen und Schüler besonders wichtig, stellte Frank Hohagen von der Hauptschule Heinrich Lersch fest. Edwin Jakisch, Gesamtschule Espenstraße, konstatierte, dass auch die Erkenntnis, dass das Berufsfeld, in das ein Schüler Einblick genommen habe, nicht das richtige für ihn sei, ein positiver Effekt des Check-In-Tages sei. Die Art, wie die Schülerinnen und Schüler ihre Rückmeldungen geben, fand auch Elif Sengin vom Maria-Lenssen-Berufskolleg interessant.

Im nächsten Jahr geht es weiter: die Berufsorientierungstage werden zwischen dem 25. und 28. Mai 2020 stattfinden.

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