Rhein-Kreis: "Check In"-Berufswelt erreichte 4900 Jugendliche

„Check In“-Berufswelt zieht Bilanz : Zehn Jahre Berufsorientierung

Die Initiative „Check In“ bietet Jugendlichen Hilfestellung beim Berufseinstieg.

Die „Check In“-Berufswelt bringt Ausbildungsbetriebe mit potenziell zukünftigen Bewerbern zusammen. Vornehmlich eingeladen zur praktischen Berufsorientierung sind Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 9 bis 13, dual Studierende, aber auch Auszubildende, die sich neu orientieren möchten. Ihnen stellen Ausbildungsbetriebe ihre Angebote vor. Bei einer Bilanzkonferenz für das Jahr 2019 – zugleich waren zehn Jahre „Check In“ zu feiern – konnte Thomas Feldges vom Organisationsbüro „volles Haus“ bei der Europäuschen Fachhochschule (EUFH) auf der Hammer Landstrasse in Neuss begrüßen.

Neben Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises, und dem Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein, Jürgen Steinmetz, waren viele Vertreter der Initiatoren dieser innovativen Berufswelt wie Kreishandwerkerschaft, Arbeitsagentur und Hochschulen erschienen, dazu Abordnungen der 14 im Rhein-Kreis beteiligten Schulen, dabei auch einige Vertreter aus der Schülerschaft.

Jürgen Steinmetz zog einleitend für seinen Kammerbezirk eine positive Bilanz: 4300 Jugendliche (im Rhein-Kreis allein: 1008) besuchten 229 Ausbildungsbetriebe (59). Mit insgesamt 40 Schulen in Krefeld, Mönchengladbach, dem Kreis Viersen sowie dem Rhein-Kreis Neuss nahmen in diesem Jahr vier Schulen mehr als im Vorjahr teil. Jürgen Steinmetz betonte, dass durch die Digitalisierung der Orientierungsbedarf bei Jugendlichen enorm steige. „Check In“, seit zehn Jahren ein erfolgreiches Format, stelle sich darauf ein. Für alle Unternehmen sei die Digitalisierung ein „Megathema, der Ausbildung kommt dabei eine entscheidende Rolle zu“, sagte er.  Aber man müsse nicht Informatik studieren, um einen digitalen Beruf zu erlernen, macht der IHK-Geschäftsführer Jugendlichen Mut.

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke zeigte sich in einem Grußwort zufrieden mit den beeindruckenden Zahlen. „Aber ich hätte es gerne, wenn sich alle Schulen im Rhein-Kreis beteiligen würden“, fügte er hinzu. Diese Hoffnung müsste realisierbar sein, denn alle Schulvertretungen äußerten sich ausnahmslos positiv mit den „Check In“-Erfahrungen. Elke Meyer-Lens, die an der noch jungen Comenius-Gesamtschule in Neuss Berufs- und Studienorientierung koordiniert, freut sich über die wertvolle Unterstützung. Auch Kornelia Neuhaus vom Berufsbildungszentrum Grevenbroich schätzt „Check In“ als „sinnvolle Ergänzung“ der eigenen Angebote. Die anwesenden  Schüler berichteten ebenfalls von ausschließlich positiven Erfahrungen. Schlusswort des Landrats: „Ich finde gut, dass auch die Schüler das gut finden!“ Alle teilnehmenden Schulen wurden am Ende mit Urkunden ausgezeichnet.

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