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Mönchengladbach: Citykirche hat ein neues Kulturformat mit Kunst, Text und Musik

Veranstaltung in Mönchengladbach : Neues Kulturformat in Citykirche

„Nach-Denk-liches“ heißt die neue Reihe, die Kunst, Musik und Text verknüpfen will. Sie startet am Sonntag, 18. Oktober, und soll jeden dritten Sonntag im Monat stattfinden.

So hat das Coronavirus auch sein Gutes – wenn aus der Krise etwas Neues erwächst. In der Citykirche jedenfalls kann man ab dem kommenden Sonntag erfahren, wie sich das neue Format „Nach-Denk-liches“ ausmacht.

Erfunden hat’s Pfarrer Christoph Simonsen an seinem Schreibtisch im gläsernen Kasten neben dem Seiteneingang der wunderschönen gotischen Kirche zusammen mit dem Mann für Kirchenmusik, Münsterkantor Klaus Paulsen, und der Künstlerin Maria Lehnen. Die beiden letzteren hatten vor wenigen Jahren im Münster in der Lehnen-Ausstellung „Sein und Werden“ ein großes musikalisches Programm verwirklicht – mit Chören, Tanz, Orchestern und Orgel. „Toll, wie das damals zusammenpasste“, erinnert sich Maria Lehnen heute noch.

Zuletzt fanden in Lehnens Wohnzimmer „Corona-Intermezzi“, Gespräche um Kunst, Gott und die Welt im kleinen Kreis, statt. Bei Pfarrer Simonsen, dem der Umgang mit zeitgenössischer Kunst und Musik seit vielen Jahren vertraut ist, liefen die beiden also offene Türen ein mit dem Anliegen, zeitgenössische Künste in Corona-Zeiten in der Citykirche zusammenzubringen.

Simonsen lebt dafür, „Neues auszuprobieren“, wie er sagt. Und wählte für die drei Termine bis Weihnachten drei ganz unterschiedliche Arbeiten aus dem Werk Lehnens aus. Zunächst die Bilder der Serie „Wölfe und Schafe“, dann die frühe Arbeit „Siegessäule“ am Volkstrauertag, im Dezember kleine, neue, farbige Polyester-Figurinen.

Im ausdrücklichen Bezug dazu sind jeweils Musiker eingeladen, in zeitgenössischer Tonsprache zu improvisieren. Martin und Gesine Lersch machen den Anfang; mit Klarinette und Gesang sind sie ein eingespieltes Team. Jürgen Löscher wird wahrscheinlich zur „Siegessäule“ auf seinen Saxophonen improvisieren, am vierten Advent kommt der Geiger und Komponist Miro Dobrowolny mit Klaus Paulsen zusammen, der Orgel spielt und singt.

Nicht zuletzt trägt Pfarrer Simonsen die für den jeweiligen Abend von ihm erdachten Texte vor. Die schöpfen sicher aus den Quellen der Bibel, sollen aber unmittelbar in die Ebene vordringen, die allen Künsten gemein ist: die der Emotion. „Wir hoffen sehr, dass das gelingt, auch über Corona hinaus“, sagte er. Erste Kontakte fürs neue Jahr sind schon geknüpft.

Info Der erste Termin ist Sonntag, 18. Oktober, 19.30 Uhr, Dauer: etwa. 45 Minuten.