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Mönchengladbach: Ausstellung zeigt übersehene Räume zwischen verlorenen Orten

Ausstellung zeigt übersehene Räume in Mönchengladbach : „Gleis 1 ist der verlorenste Ort“

In der ehemaligen Buchhandlung des Rheydter Bahnhofs haben die die Kulturpädagoginnen Elke Kamper und Amelie Herm vom RaumOrt.Kollektiv ein Projekt gestartet. Ein passender Ort für eine Ausstellung über verlorene Ort und übersehene Räume.

Das scheint für alle klar zu sein: „Gleis 1 ist in einem verlorenen Bahnhof der verlorenste Ort.“ Und die Probe aufs Exempel zeigt: Gleis 1 des Rheydter Bahnhofs ist in seinem Heruntergekommensein fast wieder schön.

„Übersehene Räume zwischen verlorenen Orten“ – so lautet das Motto der Ausstellung, die in einem verlorenen Raum stattfindet, nämlich in der ehemaligen Buchhandlung im Empfangsgebäude des Rheydter Bahnhofs. Mit Unterstützung der Entwicklungsgesellschaft der Stadt Mönchengladbach EWMG, die den Raum zur Verfügung stellt, bevor der gesamte Bereich zum neuen Hauptbahnhof neugebaut werden wird, und dem Zuschuss des Kulturbüros haben die Kulturpädagoginnen Elke Kamper und Amelie Herm vom RaumOrt.Kollektiv ein interaktives Kunstprojekt gestartet. Dafür verbrachten die beiden Frauen Zeit vor dem Bahnhof sowie auf dem Rheydter Marktplatz und sprachen mit Passanten über verlorene Orte allgemein und in Rheydt. Dabei fielen Sätze wie der eingangs erwähnte. Es gehe nicht darum, die Schäbigkeit von Orten anzuprangern, sondern: „Wir huldigen den verlorenen Orten. Sie haben immer auch mit unserer Erfahrung und Erinnerung zu tun“, erklärt Elke Kamper. Die Rheydter Passanten seien sehr aufgeschlossen gegenüber der Aktion gewesen. Der Bahnhof, das Universum-Kino, die Tür zur Kantine des Rathauses – sie alle gehören zu den verlorenen Orten und sind in der kleinen Ausstellung in den nächsten drei Wochen zu sehen.