TSV Bayer 04 Leverkusen: Giants sind eine Nummer zu groß für die TG Würzburg II

Müheloser Erfolg: Giants eine Nummer zu groß für Würzburg

Die Zweitliga-Basketballer aus Leverkusen besiegen die Zweitvertretung der TG Würzburg vor knapp 1000 Zuschauern mit 76:53. Trainer Hansi Gnad gibt seinen Nachwuchsspielern viel Einsatzzeit.

Bereits die Aufstellung der Würzburger Reserve hatte vermuten lassen, dass es die Bayer Giants in dem ProB-Duell nicht besonders schwer haben würden. Die Gäste waren nur mit neun Spielern angereist. Dazu fehlte in Badu Buck einer der erfolgreichsten Korbjäger der Mannschaft. Dass dies nicht reichen würde, um beim unangefochtenen Tabellenführer gewinnen zu können, war keine Überraschung. Die Leverkusener Zweitliga-Basketballer, die nur auf den angeschlagenen Marian Schick verzichten mussten, sorgten früh für klare Verhältnisse und gewannen am Ende vollkommen ungefährdet mit 76:53.

Schon in den ersten Minuten zogen die Hausherren in beeindruckender Manier davon. Alexander Blessig versenkte den ersten Dreier und schob einen Korbleger nach. Nick Hornsby und Ron Mvouika trafen ebenfalls aus der Distanz. Dennis Heinzmann erhöhte mit zwei einfachen Punkten sowie einem Dunk. Und die Gäste? Die erzielten in dieser Phase lediglich zwei Punkte. Der 15:2-Vorsprung verschaffte den Giants einen so komfortablen Vorsprung, dass sie in keinem Moment der Partie auch nur den geringsten Zweifel an ihrem Erfolg haben mussten.

Hansi Gnad durfte völlig unbeschwert ein wenig experimentieren. So brachte der Coach im zweiten Viertel über weite Strecken fast alle Youngster gleichzeitig auf das Parkett. Lennard Winter, Benjamin Nick, Valentin Blass, Lars Thiemann und Routinier Ron Mvouika dominierten zwar nicht das Geschehen, doch sie setzten gemeinsam weiter erfolgreich Nadelstiche gegen die Würzburger. Blass erzielte in dieser Phase fünf Punkte inklusive eines Dreiers, auch Winter bewies ein sicheres Händchen.

Die Wurfquote von 36 Prozent zur Halbzeit war für Bayer-Verhältnisse zwar nur mäßig, doch sie genügte, um die völlig desolaten Gäste weit in den Schatten zu stellen. Nicht einmal zehn Prozent der Würzburger Abschlüsse landeten bis zum 35:15-Pausenstand im Korb. Das sprach für die defensive Leistung der Giants, war jedoch auch Beleg für wenig Qualität beim Kontrahenten. Die Reserve der TG steigerte sich nach Wiederanpfiff ein wenig, kam jedoch niemals richtig in Schwung.

Die Leverkusener konnten die Partie in stimmungsvoller Atmosphäre genießen. Gnad wechselte weiter munter durch, so dass die Hausherren ihre offensive Ausbeute auf elf ihrer zwölf Spieler verteilten. Heinzmann und Blass wurden mit je elf Zählern Topscorer – neun Bayer-Basketballer markierten mindestens fünf Punkte. So zeigten die Gastgeber eine zwar unspektakuläre Partie, die jedoch den ohnehin in dieser Saison oft gelobten Teamgeist weiter beflügelte.

Entsprechend bedient war Eric Detlev. „Wir hatten keine Chance und haben dazu noch schlecht gespielt“, sagte der Gäste-Coach und ergänzte: „Dank Hansi ist es noch glimpflich ausgegangen.“ Der Würzburger Trainer nahm damit Bezug auf Gnad, der immer wieder neue Formationen auf das Parkett in der Ostermann-Arena schickte, so dass das Ergebnis zumindest halbwegs im Rahmen blieb. „Es ist klar, dass ein bisschen der Rhythmus flöten geht, wenn man das macht“, sagte der Trainer der Leverkusener. „Für mich ist der gute Einsatz der Jungs wichtig – und den haben sie gezeigt.“ Erleichtert zeigte sich Gnad auch, dass alle Spieler gesund das Parkett verlassen haben. Mit Blick auf die Play-offs ist das die Hauptsache.

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