Leichlinger TV: Die Kaderplanung der Leichlinger Handballer laufen auf Hochtouren

Drittliga-Handballer im Umbruch : Verhandlungsmarathon beim LTV

Während für die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV am Samstagabend das Duell gegen die Bundesliga-Reserve aus Minden ansteht, laufen hinter den Kulissen etwaige Vertragsgespräche auf Hochtouren.

Sportlich kämpfen die Drittliga-Handballer des Leichlinger TV am Samstag (18 Uhr, Ostermann-Forum) gegen die formstarke Bundesliga-Reserve des TSV GWD Minden um den Anschluss an die Spitze. Im Hintergrund spielen sich aber mindestens ebenso spannende Dinge ab. Mit dem Start der Restrunde ging die Kaderplanung von Trainer Lars Hepp und Manager Niklas Frielingsdorf in die entscheidende Phase – und die könnte einige Veränderungen bringen. Der LTV steht personell vor einer (noch) ungewissen Zukunft.

Nach aktuellem Stand sind lediglich fünf Spieler des aktuellen Kaders sicher in der kommenden Spielzeit dabei: Torhüter David Ferne, Linkshänder Dennis Aust, Kreisläufer Alexander Kübler und Linksaußen Vibulan Sivanathan besitzen einen Vertrag bis 2020, Urgestein Kris Zulauf gab zudem seine Zusage für das nächste Jahr. Als sechster fester Bestandteil des Kaders 19/20 kommt Rückraumspieler Maurice Meurer hinzu, der von der SG Langenfeld zu den Pirates wechseln wird und einen Einjahresvertrag unterschrieb.

Einige Planstellen sind also noch unbesetzt. „Wir puzzeln fleißig. Wenn wir bis Ende Februar 80 bis 90 Prozent unseres Kaders beisammen haben, wäre das gut“, sagt Manager Frielingsdorf über den groben Zeitplan des Duos. Derzeit führen er und Hepp Gespräche mit den aktuellen Spielern, deren Zukunft in weiten Teilen noch ungeklärt ist. Sicher ist lediglich, dass Hendrik Rachow (TuS Opladen), Henning Padeken (Bergische Panther) und Tim Menzlaff (gesundheitliche Gründe) die Blütenstädter verlassen werden.

Die Zukunft der verbleibenden acht Spieler werde sich „zeitnah“ klären, sagt Frielingsdorf. Er hofft schon im Laufe der nächsten Woche eine Vertragsverlängerung verkünden zu können. Gut sieht es bei Valdas Novickis aus. Der ehemalige litauische Nationalspieler, der sich beim Jahresauftakt bei der SG Langenfeld (32:26) einen Achillessehnenriss zuzog und den Rest der Saison ausfällt, spielt seit 2014 bei den Blütenstädtern. „Seine Verletzung ändert nichts an der Situation“, versichert Frielingsdorf, der gerne weiterhin mit dem Spielmacher zusammenarbeiten würde. Gleiches gilt für Allrounder Bastian Munkel, mit dem die Gespräche wohl schon relativ weit sind.

Ob auch Leistungsträger wie die Linkshänder Mike Schulz, Maik Schneider und David Kreckler bleiben, ist hingegen offen. Gleiches gilt für Torhüter Mathis Stecken oder die Winterneuzugänge Tim Lindner und Christoph Gelbke. „Wir schauen natürlich auch auf den Etat“, sagt Frielingsdorf. Zudem verhandelt er mit externen Spielern über einen möglichen Wechsel an die Wupper – und denkt dabei sowohl an die nächste als auch diese Saison.

Weiterhin ist möglich, dass die personell schwer angeschlagenen Leichlinger nach dem Saison-Aus von Novickis auf dem Transfermarkt aktiv werden. Das müsste allerdings bis zum kommenden Freitag geschehen. Dann endet die Wechselfrist für die laufende Saison.

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