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RTHC Leverkusen: Tennis-Koordinator Hans-Günter Ludwig im Interview

Interview Hans-Günter Ludwig : „Im Moment ist nichts normal“

Der Tennis-Koordinator des RTHC Leverkusen spricht über die Folgen des Lockdowns, die Herausforderungen für den Verein und seine Hoffnungen für die Zukunft.

Das Coronavirus hat Deutschland und große Teile der Welt im Griff. Sportvereine haben mit der Pandemie und ihren Auswirkungen zu kämpfen. RP-Mitarbeiter Lars Hepp sprach darüber mit Hans-Günter Ludwig vom RTHC Bayer Leverkusen, der hauptamtlich als Tennis-Koordinator am Kurtekotten arbeitet.

Herr Ludwig, Sie dürften in Ihrem Verein im Moment ein sehr gefragter Mann sein, oder?

Hans-Günter Ludwig Das ist richtig. Nachdem entschieden wurde, dass die Halle geschlossen wird, hatten wir sehr viel zu tun. Kurzerhand haben wir acht Plätze draußen wieder geöffnet und aus der Not eine Tugend gemacht. Das Wetter im Moment ist ein großes Glück, viele Mitglieder nutzen die Außenanlagen noch. Es darf nur Einzel und kein Doppel gespielt werden.

Beschreiben Sie doch mal einen normalen Arbeitstag.

Ludwig Im Moment ist nichts normal. Der Spielbetrieb ruht für diesen Monat noch. Das ist sehr schade. Wir haben Corona-Konzepte erstellt und wir waren gut vorbereitet. Durch die neuen Maßnahmen der Regierung mussten wir sehr schnell auf die Veränderungen reagieren. Es ist uns aber gelungen.

Welche Probleme ergeben sich für Ihren Verein?

Ludwig Das können wir noch nicht abschätzen. Wir hoffen, dass wir weiterhin alle Mitglieder halten können. Zumal es der zweite Zeitraum in diesem Jahr ist, wo wir nicht unserem normalen Angebot nachkommen können. Es darf derzeit auch kein Training stattfinden. Uns gehen Einnahmen verloren, den Mitgliedern erstatten wir zum Beispiel die Hallenmiete zurück. Wichtig für uns wäre, dass es bald wieder weitergeht und die Einschränkungen gelockert werden.

Der Verein verfügt unter anderem über eine eigene Tennishalle, die durch den zweiten Lockdown geschlossen werden musste. Wie gehen Sie mit diesem Thema um?

Ludwig Die Mitglieder hatten verschiedene Möglichkeiten, wir haben diverse Angebote vorgelegt. Es gab viel Solidarität untereinander, die Gastronomie wurde zum Beispiel sehr gut unterstützt. Das lässt uns alle für die Zukunft hoffen.

Wie ist der Sommer verlaufen?

Ludwig Die Leistungsmannschaften haben alle gar nicht gespielt. Die anderen Mannschaften durften frei entscheiden, ob sie spielen oder nicht. Ein Problem waren die Spiele nach den Sommerferien. Da wurde es zum Teil schon stressig. Aber unter dem Strich haben wir alles über die Bühne gebracht.

Was erwarten und was wünschen Sie sich für die Zukunft?

Ludwig Dass man das Virus bald in den Griff bekommt – und dass es künftig keine großen Beeinträchtigungen mehr in den Freizeitgestaltungen geben wird. Die Hauptsache ist aber, dass wir diese Phase alle gesund überstehen.