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TSV Bayer 04 Leverkusen: Ein doppelter Dämpfer für die Giants

Basketball, 2. Liga : Ein doppelter Dämpfer für die Giants

Die Zweitliga-Basketballer aus Leverkusen unterliegen 71:88 bei den Kirchheim Knights und haben auch in der heimischen Ostermann-Arena mit 65:72 das Nachsehen gegen das Top-Team Science City Jena.

Diesen Doppelspieltag würden die Giants wohl am liebsten aus dem Kalender streichen. Bei den Kirchheim Knights und zu Hause gegen Science City Jena brechen Leverkusens Basketballer jeweils im dritten Viertel völlig ein. So setzte es beim 71:88 und 65:72 die Niederlagen zwei und drei in der ProA. „Was die Ergebnisse betrifft, war das natürlich ein gebrauchtes Wochenende“, sagte Trainer Hansi Gnad. „Aber auf der Leistung gegen Jena kann man aufbauen.“

In Kirchheim gerieten die Giants in der zweiten Halbzeit unter die Räder. Nachdem die Gäste zur Pause noch 40:36 geführt hatten, überragten die bis dahin noch sieglosen Knights nach Wiederanpfiff in der Defensive. Leverkusen wirkte phasenweise überfordert, verlor in Bedrängnis ungewöhnlich häufig den Ball und schaffte es kaum noch, sich gute Wurfgelegenheiten zu erarbeiten. „Wir haben auch in der ersten Hälfte nicht so gut gespielt, aber da wenigstens noch Lösungen gefunden“, analysierte Gnad. „In der zweiten Halbzeit hat Kirchheim das herausragend gemacht.“

So stark sich der Gegner präsentierte, so sehr ärgerte den Giants-Coach die Vorstellung beim 71:88. Ausgerechnet gegen den bislang nominell schwächsten Kontrahenten kassierten die Leverkusener nicht nur ihre deutlichste Pleite der noch jungen Saison, sondern erreichten auch kämpferisch nur selten ihr übliches Level. Die Hausherren wirkten bis zum Schluss jedenfalls viel bissiger, die Giants leisteten sich 26 Ballverluste.

Viel Zeit, die Partie zu verarbeiten, blieb nicht. Bereits am Sonntag mussten die Giants erneut ran. Zu Gast in der Ostermann-Arena war Science City Jena – einer der stärksten Gegner in der ProA. Vor heimischer Kulisse, wenn auch ohne Fans, kamen die Gastgeber gut ins Spiel. Immer wieder schaffte es das Team, freie Schüsse zu bekommen und ging dank einer couragierten defensiven Leistung auch mehrmals in Führung. Den klarsten Vorsprung warf Sheldon Eberhardt beim 33:24 im zweiten Viertel heraus.

Auch, weil die Giants in der Folge mitunter glasklare Chancen liegenließen, gingen sie trotzdem mit einem Punkt Rückstand in die Pause. Und der Trend setzte sich auch danach fort. Mit entsprechender Konsequenz hätte Jena im dritten Viertel deutlich davonziehen können. Doch auch sie bissen sich an der gegnerischen Defensive die Zähne aus. In den ersten sechs Minuten des dritten Durchgangs trennten sich die Teams 4:4. So genügten die Punkte von Grant Dressler, um im Spiel zu bleiben.

Während Jena in der Folge begann, zumindest den einen oder anderen Treffer zu landen, mussten sich die Giants mit Würfen in Bedrängnis begnügen – die quasi nie fielen. In den ersten zwölfeinhalb Minuten der zweiten Halbzeit markierten die Hausherren sechs Punkte. Dennoch war die Entscheidung beim 44:52 noch nicht gefallen. Und die Tatsache, dass es auf dem Parkett immer hitziger wurde, half eher den Leverkusenern.

Haris Hujic war es, der die Giants per Dreier wieder auf 55:56 heranbrachte. Was nun fehlte, waren die Zuschauer. Die Fans in der Ostermann-Arena hätten nun die Chance gehabt, ihr Team doch noch zum Sieg zu tragen. Doch es half alles nichts. Wenn es darauf ankam, gelangen den Gästen starke Einzelaktionen. Die hatten die Gastgeber nicht. „Da hat sich gezeigt, dass wir gegen eine Spitzenmannschaft gespielt haben. Jena hat das einfach klasse verteidigt. Da hatten wir es schwer. Aber umgekehrt galt das auch“, lobte Gnad seine Defensive.

Giants (in Kirchheim/gegen Jena): Mann (14/11), Hujic (13/13), Eberhardt (9/3), Blass (7/2), Lohaus (5/4), Kahl (5/8), Edigin (5/0), Dressler (4/17), Heinzmann (3/5), Funk (2/-), Kuczmann (2/0), Bacak (2/2), Fankhauser (-/0).