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TSV Bayer 04 Leverkusen: Handballerinnen ziehen in Runde der letzten Acht ein

Handball, Frauen-DHB-Pokal : Handballerinnen ziehen in Runde der letzten Acht ein

Elfen gewinnen im DHB-Pokal mit 27:24 in Neckarsulm. Bereits am Samstag treten die Leverkusener Handballerinnen in der Bundesliga an gleicher Stelle gegen den gleichen Gegner an.

So kurz wie in dieser Spielzeit war der Weg zu einem Titel lange nicht. Nur vier Siege sind nötig, um als Sieger aus dem coronabedingt verkürzten DHB-Pokal hervorzugehen – und den ersten haben Bayers Handballerinnen bereits geholt. Durch das 27:24 (18:14) bei der Neckarsulmer Sport-Union trennt die Elfen nun noch ein Erfolg von der Teilnahme am Abschlussturnier der besten Vier. „Der Druck war hoch, weil es darum ging, eine Runde weiterzukommen. Das ist uns gelungen und deshalb können wir zufrieden sein“, sagte Trainer Michael Biegler. Ohne die verletzten Rückraum-Asse Mareike Thomaier und Fanta Keita lief bei seinen Schützlingen nicht alles rund – aber das war auch nicht zu erwarten.

Den Schlüssel zu einem verdienten Sieg legte Bayer mit einer guten Verteidigung und einer exzellenten Torfrau Kristina Graovac, die 15 Paraden zeigte und mehr als 40 Prozent aller Würfe abwehrte. „Sie war sehr gut. Zusammen mit der starken Abwehr war das ein entscheidender Faktor“, sagte Managerin und Co-Trainerin Renate Wolf. Geholfen hat zudem auch die erneut überzeugende Leistung von Zoë Sprengers. Mit neun Treffern war sie Bayers erfolgreichste Schützin – noch vor Routinierin Svenja Huber und Nationalspielerin Mia Zschocke mit sieben beziehungsweise fünf Toren.

Nur zu Beginn lagen die Elfen zurück (3:4), übernahmen dann aber schnell das Ruder und verdienten sich den Einzug in die Runde der letzten Acht bereits in der ersten Halbzeit, in der sie mit sechs Toren auch ihre höchste Führung verzeichneten (7:13). Nah ran kam Neckarsulm immer mal wieder (beim 16:14, 20:19, 25:24), allerdings ohne ausgleichen zu können.

Erstmals im Kader standen in Neckarsulm die Junior-Elfen Pia Terfloth und Sophia Cormann, die schon unter der Woche am Training teilgenommen hatten. Sie kamen allerdings wie Kim Lara Hinkelmann, Lilli Hoste und Jennifer Kämpf nicht zum Einsatz. Ein Wiedersehen mit dem Gegner gibt es für die Leverkusenerinnen bereits am Samstag. Dann empfängt die NSU die Elfen zum Ligaspiel. Luft nach oben für eine Steigerung hat die Biegler-Sieben trotz des Sieges im ersten Teil des Doppel-Treffens insbesondere im Angriff noch gelassen.

Wir haben zu viele Chancen nicht genutzt“, kritisierte Wolf. Das wird sicherlich ein Aspekt bei der Nach- wie Vorbereitung sein, die diesmal kombiniert werden kann. „Wir werden uns gut präparieren für die Begegnung am Samstag“, kündigte Biegler an. Denn auf die leichte Schulter nehmen wollen und können er und sein Team den Gegner trotz des Pokalerfolgs nicht.

Elfen Graovac, Fehr (bei zwei Siebenmetern) – Jurgutyte (2), Hinkelmann (nicht eingesetzt), Sprengers (9/2), Zschocke (5), Holste (n.e.), Souza, Kämpf (n.e.), Bruggeman (2), Polsz, Einarsdottir (2), Huber (7/3), Cormann, Terfloth (beide n.e.).