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Opladen: Musikschule Sternart bleibt in Gründerzeit-Villa

Bauwerke in Opladen : Sorge um Gründerzeit-Villa: Musikschule Sternart bleibt

Was passiert mit der Gründerzeitvilla an der Schillerstraße? Jan Morgenstern, Inhaber und Leiter der Musikschule Sternart, äußert sich.

Die Diskussion um ein mögliches Neubauvorhaben des Bauvereins Opladen (GBO) im Hinterland der Kölner Straße Richtung Im Hederichsfeld/Humboldtstraße – Montag war ein Bebauungsplan für den Bereich Thema im Bauausschuss – hat Jan Morgenstern aufhorchen lassen. Er ist Inhaber und Leiter der  privaten Musikschule Sternart. Sie hat ihren Sitz in der einen Hälfte des Gründerzeit-Doppelhauses an der Schillerstraße, Morgenstern ist Eigentümer. Die andere Hälfte gehört dem GBO. 

Weil dieser eine Studie erstellen ließ, wie ein möglicher Wohnungsbau in dem Areal aussehen könnte, waren in den Sozialen Medien Befürchtungen laut geworden, der GBO wolle das historische Gebäude abreißen.  Während der GBO dies zwar für seine Haushälfte als Option nennt, aber  klarstellt, dass eine Entscheidung  in weiter Ferne liege, weil das Bebauungsplan-Verfahren in ein paar Jahren abgeschlossen sein müsse, um konkret zu planen, klingelt bei Morgenstern das Telefon. „Die Leute fragen, ob die Musikschule zumacht“, berichtet er. Und winkt ab. „Der GBO hat Interesse auch an meiner Haushälfte geäußert. Ein Verkauf steht aber definitiv nicht zur Debatte. Der Musikschulbetrieb läuft weiter. Wenn ich könnte, würde ich dem GBO seine Hälfte abkaufen. Das Hausensemble soll erhalten bleiben.“ Er sei über die den Ausschuss-Unterlagen  beigefügten Pläne irritiert gewesen. „Da wurde mein Haus mit einer Tiefgaragenzufahrt überplant.“

Morgenstern sorgt sich bei möglichem Wohnungsbau auch darum: Wenn mehr Wohnraum um seine Musikschule (500 bis 600 Schüler, besteht seit 15 Jahren) entsteht, könnten sich neue Anwohner vom Unterricht gestört fühlen.  Er hat Kontakt zur Politik aufgenommen, um für den Erhalt der Gebäude zu werben.